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Teile des folgenden Abschnittes sind im Downloadbereich als pdf-Datei verfügbar.

Zum Inhalt:

  1. Praktica
  2. Praktica MX / FX
  3. Praktica III / FX 2 / FX 3
  4. Servicevarianten der Praktica / FX / FX 2
  5. Eigenumbauten der Praktica / FX / FX 2
  6. Praktica IV / V
  7. Praktica nova
  8. Praktica PL nova I
  9. Praktica L-Reihe
  10. Praktica B-Reihe
  11. Das geplante Kameraspektrum ab 1990
  12. Spiegelreflexkamera-Produktion ab 1990

In den Kamera-Werkstätten Niedersedlitz bei Dresden wurde seit 1939 die Praktiflex hergestellt, die erste einäugige Spiegelreflexkamera mit einem Rückkehrspiegel. Es entstanden verschiedene Modelle mit einer Stückzahl von über 50 000 Kameras. Die Praktiflex wurde bewusst für den Amateurbedarf in guter Qualität zu einem günstigen Preis gefertigt. Heute sind diese Kameras gesuchte und meist teure Sammelstücke.

Praktiflex Praktiflex mit M42x1-Anschluss

Praktiflex

Praktiflex mit M42x1-Anschluss

Ab 1948 wurde der bisherige Praktiflex-Objektivanschluss M40x1 durch einen M42x1-Anschluss ersetzt. Das war die Geburtsstunde des späteren “Praktica-Gewindes”. Die Auflagemaße der beiden Objektivanschlüsse sind entgegen der verbreiteten Meinung nicht identisch. Während das M40x1-Gewinde ein Auflagemaß von 44,0mm besitzt, beträgt es beim Anschluss M42x1 45,5mm.

Im Jahre 1949 wurde dann ein überarbeitetes Nachfolgemodell, die erste Praktica, vorgestellt. Die Praktica besaß einen Schlitzverschluss mit einem Zeitenbereich von 1/2s bis 1/500s und B, einen fest eingebauten Lichtschacht und den genannten Objektivanschluss M42x1. Konstruiert wurde die neue Kamera von Siegfried Böhm. Während bereits ab 1951 ein spezieller Blitzlichtanschluss am Kameraboden vorhanden war, erfüllte die Praktica ab 1952 den Wunsch nach einer generellen Blitzsynchronisation für Blitzlampen (F) und Elektronenblitzgeräte (X) über frontseitige Buchsen. Bis 1952 wurden 4 verschiedene Varianten mit über 60 000 Stück hergestellt.

Praktica
ca. 62 000 Stück *)

Tuchschlitzverschluss 1/2, 1/5, 1/10, 1/25, 1/50, 1/100, 1/200, 1/500s und B;
fest eingebauter Lichtschachtsucher;
Objektivanschluss M42x1;
abnehmbare Rückwand
 

Variante
(Hummel-Nr.)

Merkmal

Bauzeit ca.

Produktions-
zahlen
nach Hummel *)

Serien-
nummern-
bereich **)
 

Praktica
(082)

angegossene
Trageösen

1949-1950

14 000

1 000-34 000

Praktica
(083)

eingeschraubte
Trageösen

1950-1951

25 000

34 000-42 000

Praktica
(084)

Blitzkontakte
Kameraboden

1951-1952

10 000

42 000-51 000

Praktica
(085)

3 einpolige Blitzbuchsen (F und X) Kamerafront

1952

13 000

51 000-80 000

*) Die Angaben von Richard Hummel in "Spiegelreflexkameras aus Dresden" sind umstritten. An Hand der ausgewerteten Seriennummern (über 300 Datensätze) sind einzelne Produktionszahlen aber auch Produktionszeiten in Zweifel zu ziehen. Die Gesamtanzahl der produzierten Kameras (Tabellenkopf) erscheint möglich, die Verteilung auf die einzelnen Varianten jedoch nicht.
**) Es kann nicht an Hand der angegebenen Seriennummernbereiche auf die tatsächliche Produktionszahl geschlossen werden, da bestimmte Lücken bzw. Überlappungen nicht berücksichtigt werden können.

Praktica (1949) mit Tessar 3,5/50 - erstes Modell mit angegossenen Trageösen

Praktica (1949) mit Tessar 3,5/50 - erstes Modell mit angegossenen Trageösen

Bei der ersten Praktica-Version mit angegossenen Trageösen finden wir an sehr frühen Kameras abweichende Bedienknöpfe u. a. mit Kreuzrändelung Bei der ersten Praktica-Version mit angegossenen Trageösen finden wir an sehr frühen Kameras abweichende Bedienknöpfe u. a. mit Kreuzrändelung

Bei der ersten Praktica-Version mit angegossenen Trageösen finden wir an sehr frühen Kameras abweichende Bedienknöpfe u. a. mit Kreuzrändelung

oben: Umschaltknopf ohne Befestigungsschraube; unten: Umschalter mit Befestigungsschraube

Auch beim Umschalter zwischen den kurzen und langen Zeiten sind Unterschiede zu erkennen. Auf dem oberen Bild ist ein sehr früher Umschaltknopf ohne Befestigungsschraube (hier nur eine Vertiefung), auf dem unteren Bild der bekannte Umschalter mit Befestigungsschraube abgebildet.

Praktica (1950) mit Meyer Primoplan 1,9/58 - Modell mit eingeschraubten Trageösen

Praktica (1950) mit Meyer Primoplan 1,9/58 - Modell mit eingeschraubten Trageösen

Praktica (1951) - Modell mit Blitzkontakten am Kameraboden Praktica (1951) - Adapter für Blitzkontakte am Kameraboden

Praktica (1951) - Modell mit Blitzkontakten am Kameraboden

Praktica (1951) - Adapter für Blitzkontakte am Kameraboden

Praktica (1951) - Adapter für Blitzkontakte am Kameraboden Praktica (1952) mit Biotar 2/58 - Modell mit Blitzbuchsen F und X

Praktica (1951) - Adapter für Blitzkontakte am Kameraboden

Praktica (1952) mit Biotar 2/58 - Modell mit Blitzbuchsen F und X

Die Praktica FX löste 1952 die bisherige Praktica ab. Die Namensgebung der Kamera sollte Bezug nehmen auf die nunmehr grundsätzlich vorhandene Blitzsynchronisation. Man verwendete für frühe Kameras (Seriennummern um 80 000) allerdings die zum damaligen Zeitpunkt bereits nicht mehr übliche Synchronisationsbezeichnung MX. Die Praktica MX wurde deshalb relativ schnell mit dem international passenderen Namen Praktica FX versehen. Oft wird die Praktica MX als eine Exportvariante der FX angesehen, dies ist nicht richtig.
Zunächst waren 3 einpolige Blitzbuchsen verbaut worden. Ab 1954 kamen zwei genormte Koax-Blitzbuchsen (F und X) (Seriennummern 119 000 bis 142 000), später nur noch eine genormte Koax-Blitzbuchse (X) zum Einsatz (Seriennummern 142 000 bis knapp 200 000). Richard Hummel gibt in seinem Werk „Spiegelreflexkameras aus Dresden“ diesen Umstand falsch an, bei ihm kam zuerst nur eine Koax-Blitzbuchse (X) zum Einsatz (Hu 128), später kam der F-Kontakt wieder hinzu (Hu 129), die Serienummern belegen aber eindeutig die umgekehrte Abfolge.
Mit einem auf den Lichtschacht aufgesetzten Umkehrprisma konnte das Sucherbild aufrecht und seitenrichtig betrachtet werden. Im Vergleich zu heutigen Prismen war dies aber sehr dunkel und kontrastarm. Einige für den Export bestimmte Varianten erhielten die Bezeichnung Praktiflex FX, andere Kameras wurden vom Importeur mit neuen Namen versehen (siehe Export- und Ländervarianten). Die Exportvariante Kawenda (Hu 130) ist bisher nur als Versuchsmuster (1 Kamera) bekannt. Die Praktica FX existierte nach Hummel in 6 Varianten mit etwa 95 000 Stück.

Praktica FX
ca. 95 000 Stück *)

Tuchschlitzverschluss 1/2, 1/5, 1/10, 1/25, 1/50, 1/100, 1/200, 1/500s und B;
fest eingebauter Lichtschachtsucher;
Objektivanschluss M42x1;
Blitzsynchronisation;
abnehmbare Rückwand
 

Variante
(Hummel-Nr.)

Merkmal

Bauzeit ca.

Produktions-
zahlen
nach Hummel *)

Serien-
nummern-
bereich **)
 

Praktica MX
(-)

MX-Gravur
statt FX

1952

-

77 000-82 000

Praktica FX
(125)

3 einpolige Blitzbuchsen (F und X)

1952-1954

29 500

82 000-120 000

Praktiflex FX
(126)

Praktica FX
(127)

2 einpolige Blitzbuchsen (X)

offenbar keine Serienfertigung erfolgt

25 000

bisher keine Exemplare bekannt

Praktica FX
(129)

2 Koax-Blitzbuchsen (F und X)

1954

25 000

119 000-142 000

Kawenda
(130)

2 Koax-Blitzbuchsen (F und X)

offenbar keine Serienfertigung erfolgt

6 500

bisher keine Exemplare bekannt

Praktica FX
(128)

1 Koax-Blitzbuchse (X)

1954 - 1955

11 000

142 000-195 000

*) Die Angaben von Richard Hummel in "Spiegelreflexkameras aus Dresden" sind umstritten. An Hand der ausgewerteten Seriennummern (über 300 Datensätze) sind einzelne Produktionszahlen aber auch Produktionszeiten in Zweifel zu ziehen. Die Gesamtanzahl der produzierten Kameras (Tabellenkopf) erscheint möglich, die Verteilung auf die einzelnen Varianten jedoch nicht.
**) Es kann nicht an Hand der angegebenen Seriennummernbereiche auf die tatsächliche Produktionszahl geschlossen werden, da bestimmte Lücken bzw. Überlappungen nicht berücksichtigt werden können.

Praktica FX, Modell 1952 (hier eine frühe Version mit Gravur Praktica MX) mit Tessar 2,8/50 Praktica FX, Modell 1952 (hier als USA-Exportversion Praktiflex FX, 1953-1954) mit Tessar 2,8/50

Praktica FX, Modell 1952 (hier eine frühe Version mit Gravur Praktica MX) mit Tessar 2,8/50

Praktica FX, Modell 1952 (hier als USA-Exportversion Praktiflex FX, 1953-1954) mit Tessar 2,8/50

Praktica FX (Modell mit einer Blitzbuchse) mit Tessar 2,8/50

Praktica FX (Modell mit einer Blitzbuchse) mit Tessar 2,8/50

Die spätere Praktica FX 2 wurde 1955 vorgestellt, zu Beginn (etwa bis Seriennummer 207 000) allerdings noch als Praktica Modell III oder Praktica III bezeichnet. Diese frühen Kameras sind neben dem alten Zeitenknopf der FX durch eine Namensgravur “Praktica” ohne den Zusatz “FX 2” gekennzeichnet. In der Zeit des Überganges zur “echten” FX 2 (Nummern ab 206 000) wurde auf dieses Schild mit offenbar vorhandener mittiger Praktica-Gravur, der Zusatz FX 2 nachgraviert, erkennbar durch die mittige Anordnung des Schriftzuges Praktica und den zu weit unten erscheinenden FX 2-Zusatz. Zunächst wurden Kameras teilweise mit nur einer Blitzbuchse (X) ausgestattet (innerhalb der Seriennummern 197 000 bis 215 000), häufig wurde die Kamera aber auch in diesem Nummernbereich mit zwei Buchsen (F und X) geliefert, eine Systematik ist kaum erkennbar.
Die Mechanik und das Design des Lichtschachtes der Praktica FX wurden so modifiziert, dass das Öffnen und Schließen mit nur einem Fingerdruck möglich wurde. Das Carl-Zeiss-Jena-Aufsatzprisma wurde an den neuen Lichtschacht angepasst und lieferte ein deutlich größeres und helleres Sucherbild als sein Vorgänger. Nachdem bereits 1955 erste derartige Prototypen gezeigt wurden, erhielten die FX 2-Kameras ab Mitte 1956 serienmäßig die weltweit erste innenauslösende Automatikblende für entsprechende Objektive an einer Kleinbild-Spiegelreflexkamera. Baugleiche Exportmodelle der Praktica FX 2 bekamen teilweise die Bezeichnung Praktica FX 3. Die interne Änderung des Zündzeitpunktes für Lampenblitze im Jahr 1957 wurde mit einer Punkt-Gravur F.X 2 bzw. F.X 3 und seltener FX 2. sowie FX 3. gekennzeichnet. Es gab nach Hummel insgesamt 7 Varianten mit 136 000 Stück.

Praktica III / FX 2 / FX 3
(136 000 Stück *)

Tuchschlitzverschluss 1/2, 1/5, 1/10, 1/25, 1/50, 1/100, 1/200, 1/500s und B;
fest eingebauter verbesserter Lichtschachtsucher;
Objektivanschluss M42x1;
Blitzsynchronisation;
abnehmbare Rückwand
 

Variante
(Hummel-Nr.)

Merkmal

Bauzeit ca.

Produktions-
zahlen
nach Hummel *)

Serien-
nummern-
bereich **)
 

Praktica III
(132)

Modell III
2 oder 1 Koax

1955

14 000

197 000-206 000

Praktica FX 2
(133)

ohne Innenauslösung

1956

13 500

206 000-224 000
(1)

Porst reflex FX 2
(134)

 

1956-1958

innerhalb
Hu 135 (2)

innerhalb
222 000-334 000
(2)

Praktica FX 2
(135)

mit Innenauslösung

1956-1958

34 000

211 000-300 000
(1)

Praktica FX 3
(136)

mit Innenauslösung

1956-1958

26 000

211 000-300 000
(1)

Praktica F.X 2 / FX 2.
(137)

Punktgravur

1958-1959

29 000

297 000-360 000

Praktica F.X 3 / FX 3. (138)

Punktgravur

1958-1959

20 000

297 000-360 000

*) Die Angaben von Richard Hummel in "Spiegelreflexkameras aus Dresden" sind umstritten. An Hand der ausgewerteten Seriennummern (über 300 Datensätze) sind einzelne Produktionszahlen aber auch Produktionszeiten in Zweifel zu ziehen. Die Gesamtanzahl der produzierten Kameras (Tabellenkopf) erscheint möglich, die Verteilung auf die einzelnen Varianten jedoch nicht.
**) Es kann nicht an Hand der angegebenen Seriennummernbereiche auf die tatsächliche Produktionszahl geschlossen werden, da bestimmte Lücken bzw. Überlappungen nicht berücksichtigt werden können.

(1) Zwischen 211 000 und 224 000 treten Kameras mit und ohne Blendeninnenauslösung auf.
(2) Die Porst reflex FX 2 (134) ist Teil der Produktion der Praktica FX 2 (135). Sie ist im Gegensatz zu der bei Hummel abgebildeten Kamera mit zwei Koax-Blitzbuchsen ausgerüstet, bis auf einzelne Kameras im Nummernbereich 222 000 ist sie auch (wie 135) mit Blendeninnenauslösung ausgestattet.

Praktica Modell III #205674 Originalkarton zur Praktica III #205674

frühe Ausführung der Praktica FX 2 #205674 - hier noch als Praktica Modell III

Originalkarton zur Praktica III #205674

verschiedene Schilder im Übergangsbereich von der Praktica Modell III zur Praktica FX 2

verschiedene Schilder im Übergangsbereich von der Praktica Modell III zur Praktica FX 2:

oben: Praktica Modell III (Nr. 205674), mittig angeordnete Praktica-Gravur ohne Zusatz FX 2

Mitte: Praktica FX 2 (Nr. 207586), Übergangsmodell zur FX 2 mit mittig angeordneter Praktica-Gravur, Zusatz FX 2 sehr weit unten

unten: Praktica FX 2 (Nr. 214610), übliche vertikal gut verteilte Gravuren, neuer Zeitenknopf

Praktica FX 2 - mit weltweit erster innenauslösenden Blendenautomatik

Praktica FX 2 - mit weltweit erster innenauslösenden Blendenautomatik

PORST FX 2 reflex (Praktica FX 2)

PORST FX 2 reflex (Praktica FX 2)

Exportmodell Praktica FX 3
unterschiedliche Gravuren der Modellbezeichnung: FX 2, F.X 2 und seltener FX 2.

Praktica FX 2 - unterschiedliche Gravuren der Modellbezeichnung: FX 2, F.X 2 und seltener FX 2.

Exportmodell Praktica FX 3 - unterschiedliche Gravuren der Modellbezeichnung: FX 3, F.X 3 und seltener FX 3.

Exportmodell Praktica FX 3

Exportmodell Praktica FX 3 - unterschiedliche Gravuren der Modellbezeichnung: FX 3, F.X 3 und seltener FX 3.

Häufig findet man bei den Praktica-, Praktica FX- und FX 2-Modellen so genannte Service-Varianten, hierbei handelt es sich um Serienkameras, die vom Besitzer an das Herstellerwerk oder bestimmte Reparaturbetriebe eingesandt wurden und dort verschiedenartig aufgerüstet worden sind. Es konnten hierbei folgende Änderungen durchgeführt werden:

  • Einbau Wechselsuchersystem (Umbau Prismenaufsatz, Umbau Lichtschacht, Einbau Wechselstelle in das Kameragehäuse)
  • Einbau Vorlaufwerk (Selbstauslöser) der Praktina
  • Einbau/Veränderung der Blitzbuchsen

Durch den Einbau des Praktina-Vorlaufwerkes ergab sich noch ein interessanter Nebeneffekt. Bei Benutzung dieses Vorlaufwerkes bekam man bei der Zeiteinstellung B eine Belichtungszeit von 1 Sekunde, damit erweiterte sich also der Zeitenbereich der Kameras.

Beim Umbau der Praktica FX 2/3 auf Wechselsuchersystem war die bisherige Frontplatte nicht mehr verwendbar. Diese Kameras erhielten häufig eine Praktica oder Praktica FX-Frontplatte. Damit ist solch ein Umbau nur noch an der hohen Seriennummer (über 200 000), der möglichen Blendeninnenauslösung und den FX 2-Bedienknöpfen auf der Deckkappe erkennbar.

Praktica-, Praktica FX- und Praktica FX 2-Service-Varianten

Praktica-, Praktica FX- und Praktica FX 2-Service-Varianten

Praktica-Service-Variante (Einbau Wechselsucher, Vorlaufwerk, Blitzbuchse) Praktica FX 2-Service-Variante (Vorlaufwerk eingebaut, Blitzbuchsen versetzt)

Praktica-Service-Variante (Einbau Wechselsucher, Vorlaufwerk, Blitzbuchse)

Praktica FX 2-Service-Variante (Vorlaufwerk eingebaut, Blitzbuchsen versetzt)

Praktica FX-Service-Variante (Wechselstelle Suchereinsatz) Praktica FX-Service-Variante (Wechselstelle Suchereinsatz)

Praktica FX-Service-Variante (Wechselstelle Suchereinsatz)

Praktica FX-Service-Variante (Wechselstelle Suchereinsatz)

Praktica FX-Service-Variante (wechselbarer Lichtschacht) Praktica FX-Service-Variante (angepasster wechselbarer Prismenaufsatz)

Praktica FX-Service-Variante (angepasster wechselbarer Lichtschacht)

Praktica FX-Service-Variante (angepasster wechselbarer Prismenaufsatz)

Da ein Umbau dieser Kameras mit etwas technischem Sachverstand durchaus auch selbst durchgeführt werden konnte, gibt es natürlich auch eine Vielzahl von “Eigenumbauten” gerade dieser Modelle. Selbst im DDR-Fotobastelbuch wird der Umbau des Lichtschachtes und des Aufsatzprismensuchers zu einem Wechselsuchersystem beschrieben (siehe: Kunz, A.; Samplawsky, D.: Fotobastelbuch. VEB Fotokinoverlag Leipzig 1973; S. 40 ff).

Praktica-Eigenumbau auf festen Praktina-Prismensucher Praktica-Eigenumbau auf festen Praktina-Prismensucher

Eine nicht besonders schöne aber recht praktische Bastelei wurde an dieser Praktica durchgeführt. Der Prismeneinsatz der Praktina wurde hier fest mit der Kamera verbunden. Das Sucherbild des “festen Prismensuchers” war recht ordentlich.

Praktica #010XXX, Umbau auf Exakta-Bajonett und Nachrüstung einer Blitzsynchronisation

Es scheint eine kleine Serie von frühen Prakticas im Nummernbereich von 010XXX zu existieren, die sehr professionell auf das Exakta-Bajonett umgebaut wurden. Gleichzeitig wurde eine Blitzsynchronisation eingebaut. Der Ursprung dieser Umbauten liegt eindeutig in den USA.

Praktica #010XXX, Umbau auf Exakta-Bajonett und Nachrüstung einer Blitzsynchronisation Praktica #010XXX, Umbau auf Exakta-Bajonett und Nachrüstung einer Blitzsynchronisation

Praktica #010XXX, Umbau auf Exakta-Bajonett und Nachrüstung einer Blitzsynchronisation

Ab 1959 erschien in dem aus mehreren Betrieben zusammengeschlossenen VEB Kamera- und Kinowerke Dresden eine neu überarbeitete Praktica IV. Als erste Praktica war sie mit einem fest eingebauten Prismensucher ausgerüstet. Unter anderem gab es das Modell IV B mit ungekuppeltem Belichtungsmesser, IV M mit Messkeilen, IV BM mit ungekuppeltem Belichtungsmesser und Messkeilen, IV F mit Fresnellinse, IV FB mit Fresnellinse und ungekuppeltem Belichtungsmesser. 1965 wurde die Kamera mit Rückkehrspiegel und einer geometrisch gestuften Zeitenreihe ausgestattet und erhielt den Namen Praktica V F bzw. Praktica V FB. Es existierten 10 Varianten der IV/V mit etwa 180 000 Stück. Eine Praktica IV existierte auch als Mikroskopversion ohne Sucher zur Verwendung an der mikrofotografischen Einrichtung (mf) von Carl Zeiss Jena.

Praktica IV
(170 000 Stück *)

Tuchschlitzverschluss 1/2, 1/5, 1/10, 1/25, 1/50, 1/100, 1/200, 1/500s und B;
fest eingebauter Prismensucher;
Objektivanschluss M42x1;
Blitzsynchronisation;
Aufzugknopf und Schnellspannhebel;
abnehmbare Rückwand
 

Variante, (Hummel-Nr.)

Merkmal

Bauzeit ca.

Produktions-
zahlen
nach Hummel *)

Seriennummern-
bereich **)

Praktica IV
(139)

schwarzes
Prismengehäuse
mit KW-Gravur

1959-1960

15 600

370 000-405 000

Praktica IV
(140)

verchromtes
Prismengehäuse

1959-1960

9 000

Praktica IV
(141)  ***)

2-teiliger
schwenkbarer
Rückspulknopf

1960-1964

30 500

406 000-510 000
(1)

Praktica IV M
(143)

wie Hu 141,
zusätzlich
Bildfeldlinse
mit Messkeil

1961-1964

19 000

Praktica IV F
(145)

wie Hu 141,
zusätzlich
Fresnellinse

1963-1965
(2)

20 500

Praktica IV B
(142)

mit unge-
kuppeltem
Belichtungs-
messer

1961-1964

23 600

600 000-670 000
(1)

Praktica IV BM
(144)

wie Hu 142,
zusätzlich Bildfeldlinse
mit Messkeil

1961-1964

26 100

Praktica IV FB
(146)

wie Hu 142,
zusätzlich
Fresnellinse

1963-1965
(2)

25 200

Praktica V
(15 000 Stück *)

Tuchschlitzverschluss 1/2, 1/4, 1/8, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500s und B;
fest eingebauter Prismensucher mit Fresnellinse;
Objektivanschluss M42x1;
Blitzsynchronisation;
Aufzugknopf und Schnellspannhebel;
abnehmbare Rückwand
 

Praktica V F
 (147)

 

1965-1966
(2)

8 700

800 000-808 000

Praktica V FB
(148)

wie Hu 147,
zusätzlich
Belichtungs-
messer

1965-1966
(2)

6 300

900 000-906 000

*) Die Angaben entstammen Richard Hummels "Spiegelreflexkameras aus Dresden".
**) Es kann nicht an Hand der angegeben Seriennummernbereiche auf die tatsächliche Produktionszahl geschlossen werden, da bestimmte Lücken bzw. Überlappungen nicht berücksichtigt werden können.
***) Neben der normalen Beschriftung “PRAKTICA IV” existieren zwei weitere seltenere Varianten (im Seriennummernbereich 456 500 - 464 300), die erste mit Strichgravur hinter und unter der Schrift und die zweite mit “PRAKTICA IV” mit kleineren Buchstaben in verkürzter Laufweite (Länge 33mm statt normal 42cm) (siehe auch Abbildungen).
(1) Eine Auftrennung der ermittelten Nummernkreise für die Hu 141, 142, 143, 144, 145, 146 ist nicht möglich. Sinnvoll ist die Aufteilung in Varianten ohne Belichtungsmesser und Varianten mit Belichtungsmesser. Es gab offenbar Nummernkreise für genau diese Aufteilung! Nummern um 700000-800000 fehlen derzeit komplett.
(2) Es erscheint falsch, dass die IV F und V F sowie die IV FB und V FB, wie von Hummel angegeben, parallel produziert worden sind, wahrscheinlich ist, dass die IV F und IV FB ab 1965 von den V F und V FB abgelöst wurden.

Praktica IV - das erste Modell von 1959 mit schwarzem Prismengehäuse und KW-Logo
Praktica IV - das erste Modell von 1959 mit schwarzem Prismengehäuse und KW-Logo

Praktica IV - das erste Modell von 1959 mit schwarzem Prismengehäuse und KW-Logo

Praktica IV - das erste Modell von 1959 mit schwarzem Prismengehäuse und KW-Logo

Praktica IV - Modell 1960 mit schwenkbarem Rückspulknopf
Praktica IV - Modell 1960 mit schwenkbarem Rückspulknopf

Praktica IV - Modell 1960 mit schwenkbarem Rückspulknopf

Praktica IV - Modell 1960 mit schwenkbarem Rückspulknopf

Praktica IV - Variante mit Strichgravur
Praktica IV - Variante mit Strichgravur

Praktica IV - seltene Variante mit Strichgravur

Praktica IV - seltene Variante mit Strichgravur (alle Kameras sind mit “Praktica V” bedruckt, der Strich für die “IV” wurde wie die Dekorstriche nachgraviert)

Praktica IV - seltene Variante mit kleinerem und verkürztem Schriftzug
Praktica IV - seltene Variante mit kleinerem und verkürztem Schriftzug

Praktica IV - seltene Variante mit kleinerem und verkürztem Schriftzug

Praktica IV - seltene Variante mit kleinerem und verkürztem Schriftzug (Länge 33mm statt 42mm)

Praktica IV B - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser und schmalem Metall/Kunststoff-Belichtungsmesserrahmen
Praktica IV B - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser und breitem Kunststoff-Belichtungsmesserrahmen

Praktica IV B - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser und breitem Kunststoff-Belichtungsmesserrahmen

Praktica IV B - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser und schmalem Metall/Kunststoff-Belichtungsmesserrahmen

Praktica IV/V Belichtungsmesserfenster

breiter weißer Kunststoffrahmen

Rahmen Messing verchromt / Kunststoff weiß

Rahmen Messing verchromt / Kunststoff schwarz

Praktica IV F - mit Fresnellinse

Praktica IV F - mit Fresnellinse

Praktica-IV-Mikroskopkamera

Praktica-IV-Mikroskopkamera ohne Spiegelreflexeinrichtung

Praktica V FB - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser
Praktica V F

Praktica V F

Praktica V FB - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser

Praktica V FB - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser
Praktica V FB - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser

Praktica V FB - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser

Praktica V FB - mit ungekuppeltem Belichtungsmesser

Die nach der Umbenennung in VEB Pentacon Dresden auf den Markt gekommene Praktica nova (1964) erhielt unter anderem einen Rückkehrspiegel, eine Fresnellinse und den bekannten Schrägauslöser. Es gab mehrere Varianten, die Praktica nova mr enthielt eine Bildfeldlinse mit einem weiterentwickeltem Messraster nach Joseph Dahl (jetzt als Mikroprismenraster im Zentrum der Einstellscheibe), eine Variante mit ungekuppeltem Belichtungsmesser war die Praktica nova B und erstmals mit TTL-Innenlichtmessung wurde die Praktica mat angeboten. Eine vereinfachte Version der Praktica nova mit begrenztem Zeitenbereich von 1/30s bis 1/500s und schwarzer Kunststoffprismenkappe war die 1967/68 gefertigte Pentaflex SL. Hierbei handelte es sich nicht, wie oft angegeben, um ein reines Exportmodell. Diese Kamera war sowohl für den Binnenmarkt als auch für den Export vorgesehen.

Praktica nova
(ca. 264 000 Stück)

Tuchschlitzverschluss 1/2, 1/4, 1/8, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500s und B;
fest eingebauter Prismensucher mit Fresnellinse; neues Gehäuse; Rückkehrspiegel; Schnellspannhebel; angelenkte Rückwand
 

Modell
 

Stückzahl
ca.

Bauzeit
 

Eigenschaften
 

Praktica nova

43 000

1964-1967

Grundmodell; Blitzbuchsen F und X an Kamerafront oben

Praktica nova B

49 000

1965-1967

mit eingebautem ungekuppelten Belichtungsmesser; Blitzbuchsen Front oben

Praktica mat

25 000

1965-1969

mit TTL-Innenlichtmessung, Anzeige über Messwerkzeiger; Zeitenreihe bis 1/1000s erweitert; Blitzbuchsen Front unten

Praktica nova

45 000

1966-1967

Grundmodell; Blitzbuchsen F und X an Kamerafront unten (auch als Modell mr = mit Messraster nach Joseph Dahl)

Praktica nova B

51 000

1966-1967

mit eingebautem ungekuppelten Belichtungsmesser; Blitzbuchsen Front unten(auch als Modell mr = mit Messraster nach Joseph Dahl)

Pentaflex SL

50 000

1967-1968

mit begrenztem Zeitenbereich 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500s und B; schwarze Kunststoff-Prismenkappe; mattierte Bildfeldlinse; kein Exportmodell!

Praktica nova mit Flektogon 2,8/35 (erste Version mit Blitzbuchsen oben) Praktica nova B mit Pancolar 2/50 (erste Version mit Blitzbuchsen oben)

Praktica nova mit Flektogon 2,8/35 (erste Version mit Blitzbuchsen oben)

Praktica nova B mit Pancolar 2/50 (erste Version mit Blitzbuchsen oben)

Praktica nova mit Tessar 2,8/50 (zweite Version mit Blitzbuchsen unten) Pentaflex SL

Praktica nova mit Tessar 2,8/50 (zweite Version mit Blitzbuchsen unten)

Pentaflex SL

Praktica nova mr (mr = Bildfeldlinse mit Messraster nach Joseph Dahl) Praktica nova B mr (mr = Bildfeldlinse mit Messraster nach Joseph Dahl)

Praktica nova mr und nova B mr (mr = Messraster) mit einem weiterentwickeltem Messraster nach Joseph Dahl (jetzt als Mikroprismenraster im Zentrum der Bildfeldlinse)

Praktica mat mit Oreston 1,8/50

Praktica mat mit Oreston 1,8/50

Schnittbild Praktica mat

Schnittbild Praktica mat

Die neue Pentacon Loading (PL) genannte Filmeinlegeautomatik war ausschlaggebend für die Namensgebung der Praktica PL nova I von 1967. Eine Praktica super TL war eine verbesserte Variante mit TTL-Innenlichtmessung. Ein völlig neuer Weg wurde mit der Praktica electronic (nur 3 400 Stück) beschritten, der weltweit ersten Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit elektrisch gesteuerten Belichtungszeiten von 30s - 1/500s.
Insgesamt wurden über 822 000 Kameras in zahlreichen Varianten hergestellt, dabei waren auch Export- und Handelskettenmodelle mit geänderter Bezeichnung (siehe Export- und Ländervarianten).

Praktica PL nova I
(ca. 822 000 Stück)

Tuchschlitzverschluss 1/2, 1/4, 1/8, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500s und B;
fest eingebauter Prismensucher mit Fresnellinse; Rückkehrspiegel; verbesserte Verschlussmechanik; Zeitenknopf nicht mehr umlaufend; PL-Filmeinlegeautomatik
 

Modell
 

Stückzahl
ca.

Bauzeit
 

Eigenschaften
 

Praktica PL nova I

136 000

1967-1972

Grundmodell

Praktica PL nova I B

174 000

1967-1975

mit eingebautem ungekuppelten Belichtungsmesser

Praktica PL electronic

3 400

1968-1969

mit elektrisch gesteuerten Zeiten 30s, 15, 8, 4, 2, 1, 1/2, 1/4, 1/8, 1/15 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500s; zusätzlich 1/60s als mechanisch gebildete Zeit

Praktica super TL

509 000

1968-1976

mit TTL-Innenlichtmessung, Anzeige über Messwerkzeiger;

Praktica PL nova I mit Domiplan 2,8/50

Praktica PL nova I mit Domiplan 2,8/50

Praktica PL nova IB mit Pentacon auto 1,8/50
Querschnitt einer Praktica PL nova I mit T 2,8/50

Querschnitt einer Praktica PL nova I mit T 2,8/50

Praktica PL nova IB mit Pentacon auto 1,8/50

Praktica PL electronic

Praktica PL electronic

Schnittbild Praktica electronic
Querschnitt einer Praktica electronic

Querschnitt einer Praktica PL electronic

Querschnitt einer Praktica electronic

Schnittbild Praktica electronic

Querschnitt einer Praktica PL electronic

Praktica super TL mit Tessar 2,8/50

Praktica super TL mit Tessar 2,8/50

Praktica super TL mit schwarzem Gehäuse
Querschnitt einer Praktica super TL

Querschnitt einer Praktica super TL

Praktica super TL mit schwarzem Gehäuse

Das Jahr 1969 kennzeichnet den Beginn der erfolgreichen Praktica L-Reihe mit Stahllamellenschlitzverschluss und völlig neuem Gehäuse. Erstmals wurde auch die Verchromung bestimmter Kunststoffe (Deckkappen, Bodenplatten) angewandt.
Gegenüber den bisherigen Gummituchverschlüssen hat der Stahllamellenschlitzverschluss mit Zeitsteuerwerk folgende Vorteile: höchste Genauigkeit der Zeiten von 1s bis 1/1000s, Geräuschdämpfung und Erschütterungsarmut, hohe Zeitstabilität unter extremen klimatischen Bedingungen, geringer Verschleiß, Wartungsfreiheit, geringe Aufzugskräfte.

Holzmodell des Praktica-L-Gehäuses (Pentacon)

Holzmodell des Praktica-L-Gehäuses (Pentacon)

Stahllamellenschlitzverschluss (Vorderseite) Stahllamellenschlitzverschluss (Rückseite)

Stahllamellenschlitzverschluss (Vorderseite)

Stahllamellenschlitzverschluss (Rückseite)

Zeitsteuerwerk des Verschlusses schwarze oder verchromte Kunststoffdeckkappen

Zeitsteuerwerk des Verschlusses

schwarze oder verchromte Kunststoffdeckkappen

Eine weit verbreitete Meinung zur Baureihe Praktica L geht fälschlicherweise von der Verwendung von Metall-Deckkappen und Bodenplatten für diese Kamerabaureihe aus. Hier wurde aber eine hochwertige Verchromung der Kunststoffteile angewandt. Der Kunststoffrohling wird dabei zunächst mit einer Kupferbeschichtung versehen und erst im Anschluss daran verchromt. Durch diese beiden dünnen Metallschichten fühlt sich die entstandene Gehäusekappe „kühl metallisch“ und insgesamt deutlich stabiler als die ursprünglichen Rohlinge oder die vergleichbaren schwarzen Kappen der L-Reihe an. Diese haptische Wahrnehmung erklärt auch die häufige Erwähnung der angeblichen Metall-Gehäuseteile. Die einzelnen Schritte bis zur verchromten Praktica-Deckkappe sind in den Abbildungen erkennbar.

Kunststoffrohling Deckkappe mit Kupferbeschichtung

Kunststoffrohling

Deckkappe mit Kupferbeschichtung

verchromte Kunststoffdeckkappe

verchromte Kunststoffdeckkappe

Werksseitig waren bestimmte Abarten der einzelnen Modelle vorgesehen. Richard Hummel gibt in seinem Werk “Spiegelreflexkameras aus Dresden” nahezu für alle Modelle bestimmte Varianten an. In der Praxis stellt sich diese Aussage als fraglich dar. Folgende Varianten sind derzeit tatsächlich nachweisbar:

  • schwarze Deck und Bodenkappe an Stelle der verchromten Kappen:
    Praktica L; LLC; LTL; L 2; LB 2; PLC 2; LTL 3; PLC 3
  • folgende Modelle die üblicherweise mit Selbstauslöser (Vorlaufwerk) ausgestattet waren, konnten ohne Selbstauslöser geliefert werden:
    LTL (häufig mit, häufig ohne Vorlaufwerk);
    LTL 3 (häufig mit, selten ohne Vorlaufwerk);
    MTL 3 (häufig mit, sehr selten ohne Vorlaufwerk);
    MTL 5 (häufig mit, sehr selten ohne Vorlaufwerk)
  • folgende Modelle die üblicherweise ohne Selbstauslöser (Vorlaufwerk) geliefert wurden, konnten mit einem Selbstauslöser ausgestattet werden:
    L (sehr selten mit Vorlaufwerk);
    LB (sehr selten mit Vorlaufwerk);
    L 2 (sehr selten mit Vorlaufwerk);
    LB 2 (sehr selten mit Vorlaufwerk)

Grundsätzlich in schwarz geliefert wurden EE 2 und EE 3. Grundsätzlich mit Vorlaufwerk ausgerüstet waren LLC, PLC…, VLC..., EE…, DTL..., MTL 5B, MTL 50. Dagegen gab es die TL, super TL… nicht mit werksseitig verbautem Vorlaufwerk, eine Service-Nachrüstung war aber generell in der L-Reihe möglich.

Daneben existieren schwarze MTL 5-Deckkappen, deshalb kann eine Existenz von schwarzen MTL 5-Kameras nicht ausgeschlossen werden.

Bitte hierzu auch die Hinweise in den folgenden Tabellen beachten.

Die Praktica LLC, das Spitzenmodell der 1. Generation der Praktica L-Reihe ab 1969, war die weltweit erste Kleinbild-SLR mit elektrischer Übertragung des Blendenwertes und TTL-Messung bei Offenblende.

1. Generation
(ca. 1 110 000 Stück)

Stahllamellenschlitzverschluss, schwarze oder verchromte Kunststoff-Gehäuseteile (Deckkappe, Bodenplatte)
 

Modell
 

Stückzahl
ca.

Bauzeit
 

Eigenschaften
 

L

279 000

1969-1975

ohne Belichtungsmesser;
ohne Vorlaufwerk (Hinweis unten beachten)

LLC

177 000

1969-1975

weltweit erste Kleinbild-SLR mit elektrischer Übertragung des Blendenwertes und TTL-Messung bei Offenblende; mit Vorlaufwerk

LTL

373 000

1970-1975

mit TTL-Innenlichtmessung bei Arbeitsblende, Anzeige über Messwerkzeiger;
mit Vorlaufwerk (Hinweis unten beachten)

LB

121 000

1972-1977

wie L, aber mit Nachführ-Belichtungsmesser

LB o

*)

1973

wie L, aber mit optischem Belichtungsmesser und Graukeilanzeige im Sucher;
dieses Messkonzept konnte sich nicht durchsetzen, daher kam es nach wenigen Kameras zu Produktionseinstellung

VLC

15 000

1974-1975

mit elektrischer Übertragung des Blendenwertes und TTL-Messung bei Offenblende, zusätzlich mit Wechselsuchern und wechselbaren Einstellscheiben;
Innenlichtmessung im Kameragehäuse, also unabhängig vom verwendeten Suchereinsatz;
mit Vorlaufwerk

LTL 2

15 000

1975-1978

mit TTL-Innenlichtmessung bei Arbeitsblende, Anzeige über 2 Leuchtfelder;
mit Vorlaufwerk

TL

*)

1976

wie LTL; Entfall der 1/1000s; ohne Vorlaufwerk; wurde nach wenigen Kameras durch die baugleiche super TL 2 abgelöst

super TL 2

130 000

1976-1978

wie LTL; Entfall der 1/1000s; ohne Vorlaufwerk

*) Richard Hummel gibt in seinem Buch “Spiegelreflexkameras aus Dresden” als Stückzahl etwa 300 Kameras an, der tatsächliche Produktionsumfang wird sich vermutlich im Bereich von wenigen Kameras bewegen.

Mit schwarzen Kappen an Stelle der verchromten Deck- und Bodenkappen sind folgende Modelle derzeit nachweisbar: Praktica L; LLC; LTL. Im Bereich zwischen den Nummern 302 000 und 420 000 sind schwarze Praktica L mit silberner Frontplatte und teilweise silbernem Boden bekannt.

An Stelle der Ausführung mit Selbstauslöser (Vorlaufwerk), konnten verschiedene Modelle ohne Selbstauslöser geliefert werden. Nachweisbar ist derzeit: Praktica LTL.

An Stelle der Ausführung ohne Selbstauslöser (Vorlaufwerk), konnten verschiedene Modelle mit Selbstauslöser geliefert werden. Nachweisbar sind derzeit: Praktica L, LB.

Praktica LLC (chrom) Praktica LLC (chrom)

Praktica LLC (chrom), weltweit erstmals elektrische Übertragung des Blendenwertes und TTL-Messung bei Offenblende

Praktica LLC #0010676 mit flügelförmigem Selbstauslöserhebel  und Objektiv Pentaconar elektric 1,8/50 #4931419 Praktica LLC #0010676 mit flügelförmigem Selbstauslöserhebel  und Objektiv Pentaconar elektric 1,8/50 #4931419

Praktica LLC #0010676 mit flügelförmigem Selbstauslöserhebel und Objektiv Pentaconar elektric 1,8/50 #4931419. Die Optik mit dieser ungewöhnlichen Bezeichnung existiert offenbar nur in wenigen Einzelexemplaren. Es handelte sich um eine geplante Namensgebung des Oreston 1,8/50. Zur Anwendung kam jedoch üblicherweise die Bezeichnung Pentacon auto bzw. Pentacon electric. Diese spezielle Optik ist zudem an Stelle des electric-Schriftzuges mit der falschen Gravur elektric versehen worden. (Fotos: Sammlung Umstätter, Berlin)

Praktica LLC, weltweit erstmals elektrische Übertragung des Blendenwertes und TTL-Messung bei Offenblende

Praktica LLC (schwarze Version)

Praktica L (schwarze Version) mit Pentacon auto 1,8/50 pr_l_schwarz_silberfront_302923_85

Praktica L (schwarze Version) mit Pentacon auto 1,8/50

Im Bereich zwischen den Nummern 302 000 und 420 000 sind schwarze Praktica L mit silberner Frontplatte und teilweise silbernem Boden bekannt.

Praktica LTL (Chromversion mit seltenem flügelförmigen Vorlaufwerkhebel)
Praktica LTL (Chromversion mit seltenem flügelförmigen Vorlaufwerkhebel)

Praktica LTL (Chromversion mit seltenem flügelförmigen Vorlaufwerkhebel)

Praktica LTL (Chromversion mit Vorlaufwerk) Praktica LTL mit Domiplan 2,8/50 (Chromversion ohne Vorlaufwerk)

Praktica LTL (Chromversion mit Vorlaufwerk)

Praktica LTL mit Domiplan 2,8/50 (Chromversion ohne Vorlaufwerk)

Praktica LTL mit Pentacon auto 1,8/50 (schwarze Version ohne Vorlaufwerk) Praktica LTL 2 mit Pentacon auto 1,8/50

Praktica LTL mit Pentacon auto 1,8/50 (schwarze Version ohne Vorlaufwerk)

Praktica LTL 2 mit Pentacon auto 1,8/50

Praktica LB (Version ohne Vorlaufwerk) Praktica LB (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica LB (Version ohne Vorlaufwerk)

Praktica LB (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica LB Praktica TL mit Pentacon auto 1,8/50

Praktica LB

Praktica TL mit Pentacon auto 1,8/50

Die 2. Generation der L-Baureihe wurde ab 1975 gefertigt, darunter die EE 2 mit Zeitautomatik (1977), bei der alle Zeiten elektronisch gesteuert wurden.

2. Generation
(ca. 740 000 Stück)

wie 1. Generation, aber verbesserter Schnellspannhebel, verchromter Zeiteinstellknopf, größerer Auslöseknopf
 

Modell
 

Stückzahl
ca.

Bauzeit
 

Eigenschaften
 

LTL 3

350 000

1975-1978

wie LTL

PLC 2

64 000

1975-1978

wie LLC

L 2

161 000

1976-1978

wie L

LB 2

65 000

1976-1977

wie LB

VLC 2

40 000

1976-1978

wie VLC

EE 2

60 000

1977-1979

wie PLC 2 aber mit Zeitautomatik und zusätzlich manuellen Zeiten, alle Zeiten elektronisch gesteuert, grundsätzlich schwarze Deck- und Bodenkappen; mit Vorlaufwerk

DTL 2

185

1978-1979

wie LTL 3, aber mit Anzeige über 4 Leuchtdioden,
wurde nach 185 Stück von der DTL 3 abgelöst; mit Vorlaufwerk

Mit schwarzen Kappen an Stelle der verchromten Deck- und Bodenkappen sind folgende Modelle derzeit nachweisbar: Praktica L 2; LB 2; PLC 2; LTL 3.

An Stelle der Ausführung mit Selbstauslöser (Vorlaufwerk), konnten verschiedene Modelle ohne Selbstauslöser geliefert werden. Nachweisbar ist derzeit: Praktica LTL 3.

An Stelle der Ausführung ohne Selbstauslöser (Vorlaufwerk), konnten verschiedene Modelle mit Selbstauslöser geliefert werden. Nachweisbar sind derzeit: Praktica L 2, LB 2.

Praktica LTL 3 (Version mit Vorlaufwerk) Praktica PLC 2 (schwarze Version)

Praktica LTL 3 (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica PLC 2 (schwarze Version)

Praktica L2 Praktica L 2 (schwarze Version)

Praktica L 2

Praktica L 2 (schwarze Version)

pr_l2_vlw_eh

Praktica L 2 (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica LB 2 (Version ohne Vorlaufwerk) Praktica LB 2 (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica LB 2 (Version ohne Vorlaufwerk)

Praktica LB 2 (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica LB 2

Praktica LB 2

Praktica VLC 2 (hier eine in Kleinserie gefertigte Halbformatvariante, Täterlichtbildkamera) Praktica VLC 2 (Halbformatvariante, modifiziertes Zählwerk)

Praktica VLC 2 (hier eine in Kleinserie gefertigte Halbformatvariante, Täterlichtbildkamera)

Praktica VLC 2 (Halbformatvariante, modifiziertes Zählwerk)

Praktica EE 2 mit Zeitautomatik Praktica DTL 2

Praktica EE 2

Praktica DTL 2

Ab 1978 lief die Produktion der 3. Generation der Praktica L. Neue Modelle wurden nicht vorgestellt, die bisherigen Modelle erhielten lediglich kleine Verbesserungen.

3. Generation
(ca. 1 192 000 Stück)

wie 2. Generation, aber genoppter Kamerabezug, verbesserte Fresnellinse mit Meßkeilpaar, Mikrorasterring und +/- -Symbol, zusätzliche Blitzbuchse (Dualblitz)
 

Modell
 

Stückzahl
ca.

Bauzeit
 

Eigenschaften
 

super TL 3

100 000

1978-1980

wie super TL 2

MTL 3

865 000

1978-1984

wie LTL 3

PLC 3

130 000

1978-1983

wie PLC 2

VLC 3

30 000

1978-1981

wie VLC 2

DTL 3

36 000

1979-1982

wie DTL 2

EE 3

31 000

1979-1980

wie EE 2

Mit schwarzen Kappen an Stelle der verchromten Deck- und Bodenkappen ist derzeit nachweisbar: Praktica PLC 3; (die EE 3 war grundsätzlich nur schwarz lieferbar).

An Stelle der Ausführung mit Selbstauslöser (Vorlaufwerk), konnten verschiedene Modelle ohne Selbstauslöser geliefert werden. Nachweisbar ist derzeit: Praktica MTL 3.

Praktica super TL 3 Praktica super TL 3

Praktica super TL 3

Praktica super TL 3

Praktica MTL 3 mit Pancolar 1,8/50 (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica MTL 3 mit Pancolar 1,8/50 (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica MTL 3 (Version ohne Vorlaufwerk)
Praktica MTL 3 Querschnitt

Praktica MTL 3 Querschnitt

Praktica MTL 3 (Version ohne Vorlaufwerk)

Praktica MTL 3 (hier eine in Kleinserie gefertigte Halbformatvariante, Täterlichtbildkamera) Praktica MTL 3 (Halbformatvariante, modifiziertes Zählwerk)

Praktica MTL 3 (hier eine in Kleinserie gefertigte Halbformatvariante, Täterlichtbildkamera)

Praktica MTL 3 (Halbformatvariante, modifiziertes Zählwerk)

Praktica DTL 3 mit Pentacon auto 1,8/50
Praktica VLC 3 mit Wechselsuchern

Praktica VLC 3 mit Wechselsuchern und wechselbaren Eintellscheiben sowie elektrischer Übertragung des Blendenwertes

Praktica DTL 3 mit Pentacon auto 1,8/50;
TTL-Innenlichtmessung bei Arbeitsblende und Anzeige über 4 Leuchtdioden

Praktica EE 3 mit Zeitautomatik

Praktica EE 3 mit Zeitautomatik, elektronisch gesteuerten Zeiten und elektrischer Übertragung des Blendenwertes und TTL-Messung bei Offenblende

4. und erfolgreichste Auflage der L-Baureihe mit 1,8 Mio. Stück. In dieser Generation kam es ebenfalls nur zu Detailänderungen der bestehenden Modelle. Insgesamt entstanden 4,8 Mio. Praktica-L-Kameras, darunter zahlreiche Export- und Handelskettenmodelle mit geänderten Bezeichungen.

4. Generation
(ca. 1 795 000 Stück)

wie 3. Generation, aber im Produktionsverlauf Einführung einer Fresnellinse mit Tripelmesskeil und einer glatten Kamerabelederung, sowie schwarzen Bedienelementen
 

Modell
 

Stückzahl
ca.

Bauzeit
 

Eigenschaften
 

super TL 1000

400 000

1980-1986

wie MTL 3, aber Wegfall des Vorlaufwerkes; Wegfall der Blitzbuchse; ab 1984 glatte Belederung und schwarze Bedienelemente

super TL 500

6 000

1981

wie MTL 3, aber Wegfall des Vorlaufwerkes; Wegfall der Blitzbuchse; Zeitenreihe ohne 1/1000s

MTL 5

591 000

1983-1985

wie MTL 3, glatte Belederung, schwarze Bedienelemente; mit Vorlaufwerk (Hinweis unten beachten)

MTL 5B

568 000

1985-1989

wie MTL 5, aber mit verkleinertem Batteriefach für LR44-/SR44-Zellen (Bezeichnung B für Batteriefach), neue Fresnel-Einstellscheibe mit Tripelmesskeil, Wegfall der Blitzbuchse; mit Vorlaufwerk;
späte Version mit geänderten Kunststoff-Bedienelementen (siehe Abb. unten)

MTL 50

230 000

1985-1989

wie MTL 5B, aber 6V-Batterie PX28 bzw. 4LR44, mit Belichtungsabgleich über 2 Leuchtdioden; mit Vorlaufwerk;
späte Version mit geänderten Kunststoff-Bedienelementen (siehe Abb. unten);
Prototypen existieren als DTL 5

An Stelle der Ausführung mit Selbstauslöser (Vorlaufwerk), konnten verschiedene Modelle ohne Selbstauslöser geliefert werden. Nachweisbar ist derzeit: Praktica MTL 5.

Daneben existieren schwarze MTL 5-Deckkappen, deshalb kann eine Existenz von schwarzen MTL 5-Kameras nicht ausgeschlossen werden.

Praktica super TL 1000 (erste Version mit genoppter Belederung und chromfarbenen Bedienelementen) mit Pancolar 1,8/50 Praktica super TL 1000 (zweite Version mit glatter Belederung und schwarzen Bedienelementen) mit Pentacon auto 1,8/50

Praktica super TL 1000 (erste Version mit genoppter Belederung und chromfarbenen Bedienelementen) mit Pancolar 1,8/50

Praktica super TL 1000 (zweite Version mit glatter Belederung und schwarzen Bedienelementen) mit Pentacon auto 1,8/50

Praktica super TL 500

Praktica super TL 500

Praktica MTL 5 mit Pentacon auto 1,8/50 (Version mit Vorlaufwerk) schwarze Deckkappe Praktica MTL 5 (abgebildete Kappe ist echt, Kamera jedoch nicht original)

Praktica MTL 5 mit Pentacon auto 1,8/50 (Version mit Vorlaufwerk)

Praktica MTL 5 mit Tessar 2,8/50 (Version ohne Vorlaufwerk)

schwarze Deckkappe Praktica MTL 5 - die Existenz dieser schwarzen Deckkappen stützt die Vermutung, dass es schwarze MTL 5-Versionen geben kann (abgebildete Kappe ist echt, Kamera jedoch nicht original)

Praktica MTL 5 mit Tessar 2,8/50 (Version ohne Vorlaufwerk)

Praktica MTL 5 B mit Pentacon auto 1,8/50 (erste Version mit Zeitenknopf aus schwarz eloxiertem Aluminium)

Praktica MTL 5 B mit Pentacon auto 1,8/50 (erste Version mit Zeitenknopf aus schwarz eloxiertem Aluminium)

Praktica MTL 5 B mit Flektogon 2,8/20 (späte Version mit Zeitenknopf und Auslöser für Vorlaufwerk aus schwarzem Kunststoff)
Praktica MTL 5 B (späte Version mit Zeitenknopf und Auslöser für Vorlaufwerk aus schwarzem Kunststoff)

Praktica MTL 5 B mit Flektogon 2,8/20 (späte Version mit Zeitenknopf und Auslöser für Vorlaufwerk aus schwarzem Kunststoff)

Praktica DTL 5 #234983 mit Tessar 2,8/50 - ein Vorserienmodell der Praktica MTL 50, das mit dieser Bezeichnung nicht in Serie gebaut wurde Praktica DTL 5 #234983 mit Tessar 2,8/50 - ein Vorserienmodell der Praktica MTL 50, das mit dieser Bezeichnung nicht in Serie gebaut wurde

Praktica DTL 5 #234983 mit Tessar 2,8/50 - ein Vorserienmodell der Praktica MTL 50, das mit dieser Bezeichnung nicht in Serie gebaut wurde

Praktica MTL 50 mit Pentacon auto 1,8/50;

Praktica MTL 50 mit Pentacon auto 1,8/50;
TTL-Innenlichtmessung bei Arbeitsblende und Anzeige über 2 Leuchtdioden (erste Version mit Zeitenknopf aus schwarz eloxiertem Aluminium)

Hier noch einmal eine Kurzübersicht aller Modellgruppen der Praktica-L-Reihe.

Modell
 

kennzeichnende Modelleigenschaft unabhängig von der Baureihe
 

L

ohne Belichtungsmessung

LB

mit Nachführbelichtungsmessung

LTL, DTL, super TL, MTL

mit TTL-Belichtungsmessung bei Arbeitsblende

LLC, PLC

mit TTL-Belichtungsmessung bei Offenblende und elektrischer Blendenwertübertragung

VLC

wie LLC und PLC aber mit wechselbaren Suchereinsätzen und Einstellscheiben; TTL-Innenlichtmessung im Kameragehäuse, also unabhängig vom verwendeten Suchereinsatz

EE

wie LLC und PLC aber mit Zeitautomatik und manuellen Zeiten, alle Zeiten elektronisch gesteuert

Den Abschnitt „Praktica-Normalvarianten“ können Sie als pdf-Datei herunterladen: praktica.pdf . Eine Gesamtübersicht der wichtigsten Ausstattungsmerkmale der Kameras der Praktica-L-Reihe finden Sie hier: praktica_ausstattung_l.pdf .

Mit der elektronisch gesteuerten Praktica B200 mit Zeitautomatik und manueller Zeitenwahl entstand 1979 das erste Modell einer Praktica B-Reihe mit neuem Praktica-B-Bajonett (Auflagemaß 44,4mm), diese Bajonettlösung war Namensgeber für die gesamte Reihe. Innerhalb der B-Reihe lassen sich folgende Baureihen voneinander abgrenzen:

  • die BC-Reihe ab 1979, beginnend mit der B200/BCX über die BC1 bis hin zur BM/BMS. Hier war das Objektivbajonett und der durchgängig verwendete Lichtkonzentrator (LC) hinter dem teildurchlässigen Reflexspiegel Grundlage der Bezeichnung,
  • die BX-Reihe ab 1987,
  • die für die 1990er-Jahre geplante BY-Reihe, die jedoch nicht mehr produziert wurde.

Gleichzeitig mit der Fertigung der ersten B-Kameras erfolgte eine Änderung des bisherigen Seriennummernsystems.

B-Modelle: 1.Stelle = Baujahr, 2.-3.Stelle = Herstellungswoche, 4.-7.Stelle = lfd. Nummer.

Bei den Prototypen allerdings kennzeichnete die erste Stelle der Seriennummer genau wie bei den Serienmodellen das Prod.-jahr, danach kamen aber an Stelle der Produktionswoche eine 60, 70, 80, 90 oder 00, gefolgt von einer laufenden Nummer.

Die Nummern sind immer 7-stellig. Hin und wieder tauchen bei den Praktica B-Kameras jedoch 6-stellige an Stelle der üblichen 7-stelligen Seriennummern auf. Wie ist das zu erklären und was bedeutet diese 6-stellige Nummer? Ende 1989/Anfang 1990 war eine der mindestens zwei Nummernprägemaschinen bei Pentacon defekt und hat die erste Stelle (in diesem speziellen Fall die 9 oder die 0) der Seriennummer nicht mitgeprägt. Wenn eine Kamera also eine 6-stellige Nummer aufweist, stammt sie aus Ende 1989/Anfang 1990 und es fehlt lediglich das Jahr, also die erste Stelle. Dem gegenüber gibt es auch völlig normale Seriennummern aus diesen Wochen, da es eben nicht nur eine Nummernprägemaschine gab.

Praktica B200-Schaukasten
Praktica-Werbeaufkleber der 1980er Jahre

Praktica-Werbeaufkleber der 1980er Jahre

Praktica B200-Schaukasten

Praktica BC-Reihe
(namensgebend B -Bajonett und LC-Lichtkonzentrator)
(ca. 1 165 000 Stück)

Kamera mit neuem Praktica-Bajonett und Lichtkonzentrator, Zeitautomatik, elektronisch gebildete Zeiten, TTL-Belichtungsmessung bei Offenblende, Anschluss für Motoraufzug, Blendeneinspiegelung im Sucher, Vorlaufwerk, Abblendtaste, Blitzschuh und Zusatzblitzbuchse, um Faktor 1,92 höhere Sucherhelligkeit im Vergleich zur L-Reihe
 

Modell
 

Stückzahl
ca.

Bauzeit
 

Eigenschaften
 

B 200

180 000

1979-1984

Zeitautomatik 1/1000s - 40s und manuelle Zeiten 1/1000s - 1s,
schwarze Kappen und genoppter Bezug,
z. T. Export-Kameras (B 200 oder BCX) mit verchromten Kappen und mit glattem Bezug,
auch unter der Bezeichnung Praktica BCX exportiert

B 100

240 000

1981-1986

wie B 200, Wegfall der manuellen Zeiten,
Zeitautomatik 1/1000s - 1s,
keine Abblendtaste,
etwa ab 44. Woche 1983 glatter Kamerabezug;
1985/86 auch als BC auto exportiert

BC 1

315 000

1984-1988

wie B 200,
glatter Kamerabezug,
Anschlussmöglichkeit für Computerblitzgeräte, die ersten Kameras Mitte 1984 noch ohne Blitzbereitschaftssymbol im Sucher (LED war aber immer vorhanden und funktionstüchtig!),
auch unter der Bezeichnung Jenaflex AM-1 und Praktica BC 3 sowie BCX vertrieben

BCA

232 000

1985-1989

wie BC 1, Wegfall der manuellen Zeiten,
Zeitautomatik 1/1000s - 1s,
keine Abblendtaste, keine Zusatzblitzbuchse
auch unter der Bezeichnung Jenaflex AC-1 vertrieben

BCC

15 000

1988-1990

wie BCA,
aber Wegfall der Blendeneinspiegelung, Wegfall des Vorlaufwerkes (Selbstauslöser), Wegfall des Motoranschlusses und der manuellen Belichtungskorrektureinstellung;
Abblendtaste erst zum Ende der Produktion vorhanden,

BCS

34 000

1989-1990

wie BCC, aber mit Vorlaufwerk (Selbstauslöser)
wie bei BCC Versionen ohne und mit Abblendtaste

BMS *)

138 000 *)

1989-1990 *)

Modell ohne Zeitautomatik,
mit manuell wählbaren Zeiten von 1/1000s - 4s,
Wegfall der Abblendtaste, der Zusatzblitzbuchse und des Motoranschlusses,
auch unter der Bezeichnung Revue BC 2 vertrieben

BM

11 000

1989-1990

wie BMS,
aber Wegfall des Vorlaufwerkes
(Selbstauslöser)

*) ab 1991 Weiterführung der Produktion von der Schneider Feinwerktechnik GmbH und Co. KG

Praktica B200 mit Pentacon Prakticar 1,8/50 (1. Version mit Metall-Schnellspannhebel)

Praktica B200 mit Pentacon Prakticar 1,8/50 (1. Version mit Metall-Schnellspannhebel)

Praktica B200 - 1. Version mit Metall-Schnellspannhebel (links) und 2. Version mit Kunststoff-Schnellspannhebel (rechts)
Die Hochschule für Bildende Künste in Dresden vergab 1979 die Auszeichnungs-Medaille "Gutes Design" aus Meißner Porzellan für das Design der Praktica B200.

Die Hochschule für Bildende Künste in Dresden vergab 1979 die Auszeichnungs-Medaille "Gutes Design" aus Meißner Porzellan für das Design der Praktica B200.

Praktica B200 - 1. Version mit Metall-Schnellspannhebel (links) und 2. Version mit Kunststoff-Schnellspannhebel (rechts)

In der Praktica B200 wurde eine flexible Leiterplatte der japanischen Firma NEC (Nippon Electric Company) verbaut. Erst in der B100 konnte eine flexible Platine aus DDR-Produktion genutzt werden. In der Praktica B200 wurde eine flexible Leiterplatte der japanischen Firma NEC (Nippon Electric Company) verbaut. Erst in der B100 konnte eine flexible Platine aus DDR-Produktion genutzt werden.

In der Praktica B200 wurde eine flexible Leiterplatte der japanischen Firma NEC (Nippon Electric Company) verbaut. Erst in der B100 konnte eine flexible Platine aus DDR-Produktion genutzt werden.

Praktica B200 mit Pentacon Prakticar 1,8/50 (Export-Variante mit verchromten Kappen)

Praktica B200 mit Pentacon Prakticar 1,8/50 (Export-Variante mit verchromten Kappen), siehe Export-Varianten

Praktica B100 (genoppter Bezug) mit Pentacon Prakticar 1,8/50 Praktica B100 (genoppter Bezug) - 1. Version mit Metall-Schnellspannhebel (links) und 2. Version mit Kunststoff-Schnellspannhebel (rechts)

Praktica B100 (genoppter Bezug) mit Pentacon Prakticar 1,8/50

Praktica B100 (genoppter Bezug) - 1. Version mit Metall-Schnellspannhebel (links) und 2. Version mit Kunststoff-Schnellspannhebel (rechts)

Praktica B100 (glatter Bezug) Praktica B100 Elektronik-Platine (erste DDR-Produktion einer flexiblen Leiterplatte)

Praktica B100 (glatter Bezug)

Praktica B100 Elektronik-Platine (erste DDR-Produktion einer flexiblen Leiterplatte)

Praktica B100 Querschnitt Praktica B100 Querschnitt

Praktica B100 Querschnitt

Praktica B100 Querschnitt

Praktica BC 1 - 1. Version mit Einstellrad für Filmempfindlichkeit und Belichtungskorrektur sowie Rückspulkurbel aus Metall Praktica BC 1 - 2. Version mit Einstellrad für Filmempfindlichkeit und Belichtungskorrektur sowie Rückspulkurbel aus Kunststoff

Praktica BC 1 - 1. Version mit Einstellrad für Filmempfindlichkeit und Belichtungskorrektur sowie Rückspulkurbel aus Metall

Praktica BC 1 - 2. Version mit Einstellrad für Filmempfindlichkeit und Belichtungskorrektur sowie Rückspulkurbel aus Kunststoff

Praktica BC 1 - 1. Version mit Einstellrad für Filmempfindlichkeit und Belichtungskorrektur sowie Rückspulkurbel aus Metall (links); 2. Version aus Kunststoff (rechts) Praktica BC 1 - 2. Version; Variante der Beschriftung der Belichtungskorrektur mit arabischen Zahlen (links) und Variante mit römischen Zahlen (rechts)

Praktica BC 1 - 1. Version mit Einstellrad für Filmempfindlichkeit und Belichtungskorrektur sowie Rückspulkurbel aus Metall (links); 2. Version aus Kunststoff (rechts)

Praktica BC 1 - 2. Version; Variante der Beschriftung der Belichtungskorrektur mit arabischen Zahlen (links) und Variante mit römischen Zahlen (rechts)

Praktica BCA Praktica BCA - Variante der Beschriftung der Belichtungskorrektur mit arabischen Zahlen (links) und Variante mit römischen Zahlen (rechts)

Praktica BCA

Praktica BCA - Variante der Beschriftung der Belichtungskorrektur mit arabischen Zahlen (links) und Variante mit römischen Zahlen (rechts)

Praktica BCA - Variante der Kennzeichnung der Filmempfindlichkeit in ASA (links) und Variante in ISO (rechts)

Praktica BCA - Variante der Kennzeichnung der Filmempfindlichkeit in ASA (links) und Variante in ISO (rechts)

Praktica BCA Querschnitt Praktica BCA Querschnitt

Praktica BCA Querschnitt

Praktica BCA Querschnitt

Praktica-BC1-Spardose der Beroflex AG Praktica-BC1-Spardose der Beroflex AG

Praktica-BC1-Spardose der Beroflex AG - Durch das westdeutsche Vertriebsunternehmen für Praktica-Kameras, die Berliner Beroflex AG, wurde eine aus Keramik nachgebildete Praktica BC 1 in den 1980er Jahren als Spardose angeboten.

Dresdner Dixieland-Maskottchen “Dixie” als Werbefigur mit umgehängter Praktica-Kamera

Dixieland-Maskottchen “Dixie” als Werbefigur mit umgehängter Praktica-Kamera - Das jazzende Nilpferd „Dixie“, auch heute noch die Figur des alljährlich stattfindenden Dresdner Festivals, wurde hier durch Pentacon als Werbeträger genutzt.

Praktica BCS mit Pentacon Prakticar 2,8/28
Praktica BCC mit Pentacon Prakticar 1,8/50

Praktica BCC mit Pentacon Prakticar 1,8/50;
mit Zeitautomatik, ohne manuelle Zeiten, ohne Blendeneinspiegelung, ohne Vorlaufwerk, ohne Motoranschluss (hier die Version ohne Abblendtaste)

Praktica BCS mit Pentacon Prakticar 2,8/28;
mit Zeitautomatik, ohne manuelle Zeiten, ohne Blendeneinspiegelung, ohne Motoranschluss, mit Vorlaufwerk (hier die Version ohne Abblendtaste)

links: Praktica BCS, Version ohne Abblendtaste; rechts: Praktica BCS, Version mit Abblendtaste
links: Praktica BCC, Version ohne Abblendtaste; rechts: Praktica BCC, Version mit Abblendtaste

links: Praktica BCC, Version ohne Abblendtaste
rechts: Praktica BCC, Version mit Abblendtaste

links: Praktica BCS, Version ohne Abblendtaste
rechts: Praktica BCS, Version mit Abblendtaste

Praktica BM
Praktica BMS

Praktica BMS; ohne Zeitautomatik, mit manuell wählbaren Zeiten, mit Blendeneinspiegelung und mit Vorlaufwerk

Praktica BM; ohne Zeitautomatik, mit manuell wählbaren Zeiten, mit Blendeneinspiegelung, ohne Vorlaufwerk

Den Abschnitt „Praktica-Normalvarianten“ können Sie als pdf-Datei herunterladen: praktica.pdf . Eine Gesamtübersicht der wichtigsten Ausstattungsmerkmale der Kameras der Praktica-B-Reihe finden Sie hier: praktica_ausstattung_b.pdf .

Die BX-Reihe wurde 1987 mit der Praktica BX 20 (mit Zeitautomatik und manueller Zeitenwahl) begonnen. In der BX 20 wurde erstmals die TTL-Blitzbelichtungssteuerung (eine patentierte Dresdner Entwicklung von 1968 - siehe Innovationen) in einer Dresdner Kamera umgesetzt. Durch neue konstruktive Lösungen konnte bei den BX-Modellen auf den Lichtkonzentrator und den teildurchlässigen Reflexspiegel verzichtet werden. 1989 folgte die BX 10 DX (erstmals mit Erkennung der DX-codierten Filmpatronen, aber Wegfall der manuell einstellbaren Belichtungszeiten). Nur 29 Stück von der BX 21 DX, dem Nachfolgemodell der BX 20 (mit Erkennung der DX-Patronen), wurden 1990 gefertigt. Die BX 20 S bot die gleiche Funktionalität, erhielt aber ein ansprechenderes Gehäuse, 37 Kameras wurden noch hergestellt. .

Praktica BX-Reihe
(ca. 202 000 Stück)

wie Praktica BC-Reihe, aber verbesserte Formgebung, verbesserter Lamellenverschluss,  Belichtungs-Messwertspeicherung, Verzicht auf Lichtkonzentrator und teildurchlässigen Reflexspiegel, Tageslichtmessung mit oben liegender Fotodiode, um Faktor 2 höhere Sucherhelligkeit im Verleich zur L-Reihe, erstmals TTL-Blitzbelichtungsmessung (außer BX 10 DX)
 

Modell
 

Stückzahl
ca.

Bauzeit
 

Eigenschaften
 

BX 20 *)

201 243 *)

1987-1993 *)

Zeitautomatik 1/1000s - 40s und manuelle Zeiten 1/1000s - 1s

BX 10 DX

488

1989-1990

wie BX 20, aber Wegfall manueller Zeiten,
Erkennung der DX-Kodierung von Filmpatronen,
Wegfall der TTL-Blitztechnik

BX 21 DX

29

1989-1990

wie BX 20, aber Erkennung der DX-Kodierung von Filmpatronen

BX 20 S **)

37 **)

1990 **)

wie BX 21 DX, aber neue Form des Gehäuses und der Bedienelemente

*) ab 1991 Weiterführung der Produktion von der Schneider Feinwerktechnik GmbH und Co. KG
**) ab 1991 Weiterführung der Produktion von der Schneider Feinwerktechnik GmbH und Co. KG
und ab 1998 von der neu gegründeten Pentacon GmbH Foto- und Feinwerktechnik

Praktica BX20 mit Pentacon Prakticar 1,8/50 und Praktica-Winder

Praktica BX 20 mit Pentacon Prakticar 1,8/50 und Praktica-Winder

Praktica BX 20 Querschnitt
Praktica BX 20 Querschnitt

Praktica BX 20 Querschnitt

Praktica BX 20 Querschnitt

Praktica BX 20 Zentrag
Praktica BX 20 Zentrag

Praktica BX 20 Zentrag; Eine Kleinserie der BX 20 wurde 1989 und 1990 mit einer zusätzlichen Blitzbuchse ausgerüstet. Auftraggeber war die VOB Zentrag, die direkt dem Zentralkomitee der SED unterstand und deren Druckereien, Zeitungsverlage und Vertriebsorgane umfasste.

Praktica BX 10 DX mit Pentacon Prakticar 1,8/50 Praktica BX 10 DX

Praktica BX 10 DX mit Pentacon Prakticar 1,8/50

Praktica BX 10 DX

Praktica BX 21 DX (Prototyp von 1989 #9700811) Praktica BX 21 DX (Prototyp von 1989 #9700811)

Praktica BX 21 DX (Prototyp von 1989 #9700811). Bei den Prototypen kennzeichnete die erste Stelle der Seriennummer genau wie bei den Serienmodellen das Prod.-jahr, danach kamen aber an Stelle der Produktionswoche eine 60, 70, 80, 90 oder 00, gefolgt von einer laufenden Nummer.

Praktica RX1 – Studie zum zukünftigen Kameradesign Praktica RX1 – Leiterplattenfolie

Praktica RX1 – Studie zum zukünftigen Kameradesign (funktionsloser Dummy, kein Prototyp, Entstehungszeit vor der BX 20 S)

Praktica RX1 – Leiterplattenfolie ohne Bestückung, vermutlich zum Testen der Platzverteilung im Kameragehäuse

Praktica BX 20 S Funktionsmodell einer  Praktica BX 20 S

Praktica BX 20 S

Funktionsmodell einer Praktica BX 20 S

Den Abschnitt „Praktica-Normalvarianten“ können Sie als pdf-Datei herunterladen: praktica.pdf . Eine Gesamtübersicht der wichtigsten Ausstattungsmerkmale der Kameras der Praktica-B-Reihe finden Sie hier: praktica_ausstattung_b.pdf .

Das geplante zukünftige Kameraspektrum ab 1990 sollte zunächst basierend auf der BX-Reihe, teilweise mit dem neuen Gehäuse der BX 20 S, die folgenden Kameras (s. Tabelle) umfassen. Dabei gab es aber verschiedene Planungsszenarien. Für eine schnelle Einführung von neuen Autofokussystemen wären West-Importe für verschiedene Kamerabaugruppen und entsprechende AF-Objektive nötig gewesen. Bei Realisierbarkeit dieser Importe wären die BX M und die BX P entfallen und die BY 60 AF-Varianten vorgezogen worden.

geplantes Praktica-Kameraspektrum ab 1990

Praktica BX-Reihe (wie oben, teilweise neues BX-Gehäuse)
Praktica BY-Reihe (mit Autofokus und motorischem Filmaufzug)
 

Modell
 

Serienproduktion
Grobplanung
 

Eigenschaften
 

BX 10 DX
 

ab 1990

siehe oben

BX 21 DX
 

ab 1991

siehe oben

BX M
 

ab 1992

nur manuelle Zeiten

BX P
 

ab 1993

Programmautomatik, Zeitautomatik und manuelle Zeiten,
neue Form des Gehäuses und der Bedienelemente

BY 60 AF2
 

ab 1995

Autofokus, Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik und manuelle Zeiten, motorischer Filmaufzug

BY 60 AF1
 

ab 1996

Autofokus, Programmautomatik, motorischer Filmaufzug

Praktica BY (Designstudie Pentacon, Kunststoff mit anmodelliertem Handgriff aus Modelliermasse)

Praktica BY (Designstudie Pentacon, Kunststoff mit anmodelliertem Handgriff aus Modelliermasse)

Praktica BY (Designstudie Pentacon, Kunststoff) Praktica BY (Designstudie Pentacon, Kunststoff)

Praktica BY (Designstudie Pentacon, Kunststoff)

Praktica BY (Designstudie Pentacon, Kunststoff)

Die Spiegelreflexkamera-Produktion nach 1990

Im Jahr 1990 erfolgt die Liquidation des Unternehmens VEB Pentacon Dresden, über 9 Millionen Praktica - Kameras waren seit 1949 produziert worden. Die Schneider Feinwerktechnik GmbH entsteht 1991, übernimmt den Markennamen Praktica und produziert die BX 20 S (bis 2001) und in kleineren Stückzahlen noch die Modelle BX 20 und BMS (bis 1993) weiter.
Die Pentacon GmbH Foto- und Feinwerktechnik  bildet sich 1997 aus der Jos. Schneider Feinwerktechnik GmbH & Co. KG und übernimmt 1998 Produktion, Vertrieb und Service der Exakta 66 Modell 3, verschiedener Praktica-Sucherkameras und der BX 20 S.

Praktica BX 20 (Produktion 1993, #3441000) Praktica BX 20 (Produktion 1993, #3441000), Verkapselung der Schrauben

Praktica BX 20 (Produktion 1993, #3441000)

Praktica BX 20 (Produktion 1993, #3441000), neben “Made in Germany” ist das hervorstechendste Merkmal die Verkapselung der Gehäuseschrauben oberhalb des Bajonetts

Praktica BMS (Produktion 1992, #2112922) Praktica BMS (Produktion 1992, #2112922) "Made in Germany"

Praktica BMS (Produktion 1992, #2112922)

Praktica BMS (Produktion 1992, #2112922) “Made in Germany”

Stückzahlen verschiedener Kamerabaureihen (1991-2001)
(Jos. Schneider Feinwerktechnik GmbH & Co. KG,
ab 1997 Pentacon GmbH Foto- und Feinwerktechnik)
 

Nr.
 

Modell /
Variante 

Bauzeit
 

Stückzahl
ca.

Bemerkungen
 

1
 

BX 20

bis 1993

1987-1993: 201 243

es wurden Bauteile/Kameras aus DDR-Beständen genutzt und mit neuen Nummern und Bodenplatten versehen, daher keine separate Zählung der “Nachwende”-Kameras

2
 

BMS

12/1991-09/1992

5 100

 

3
 

BX 20 S (schwarz)

03/1992-06/2001

31 190

darunter 800 Stück in Fernostausführung in 2 Varianten (Nr. 8 und 9)

4
 

BX 20 H

08/1992-02/1996

89

für Erkennungsdienst, Polizei etc.; kostengünstige Halbformatkamera

5
 

BX 20 D

09/1994-05/1995

452

Ausführung Data (mit Datenrückwand)

6
 

BX ED H

04/1993-02/1998

254

für Erkennungsdienst, Polizei etc.;
Ausführung Halbformat

7
 

BX ED V

04/1993-02/1998

251

für Erkennungsdienst, Polizei etc.;
Ausführung Vollformat

8
 

BX 20 S

06/1993-09/1993

700
 (von Nr. 3)

Lieferung nach Fernost (Japan); Auslösebuchse, Auslösestift und Rastscheibe nicht aus Stahl sondern aus Messing gefertigt (Klimafestigkeit)

9
 

BX 20 S
(mit “Schneider”-Schriftzug)

08/1993

100
(von Nr. 3)

Lieferung nach Fernost (Japan) mit der Bezeichnung “Schneider” an der Vorderseite der Bodenkappe; Auslösebuchse, Auslösestift und Rastscheibe nicht aus Stahl sondern aus Messing gefertigt (Klimafestigkeit)

10
 

BX 20 S (grün)

04/1994-09/1994

280

grüne Ausführung des Gehäuses

11
 

BX 20 S
(grün ohne “BX 20 S”)

04/1994

20 oder 30 **)
(von Nr. 10)

grüne Ausführung des Gehäuses ohne Bezeichnung “BX 20 S”
(für Foto Greiss Leverkusen) **)

12
 

BX 20 S
(grün-schwarz)

04/1994-09/1994

155

grünes Gehäuse sowie schwarze Deck- und Bodenkappen

13
 

BX 20 S
(new young generation)
*)

 

17
(von Nr. 3)

keine Pentacon-Edition
*)

14
 

Exakta 66
Modell 2

07/1996-01/1997

79

(weitere 2451 Kameras des Mod. 2 zw. 1988-1996 bei Beroflex gefertigt)

15
 

Exakta 66
Modell 3

02/1997-09/2000

247

 

16

BX 20 S
(letzte Serie)

06/2001

100
(von Nr. 3)

limitierte Auflage als “letzte Serie” im Jahr 2001

*) Bei der Praktica BX 20 S „new young generation“ handelt es sich nach Aussagen der Pentacon GmbH nicht um eine Pentacon-Edition. Diese insgesamt 17 Kameras aus dem Bestand eines Händlers wurden in seinem Auftrag durch Pentacon nachträglich mit einem weißen „new young generation“-Aufdruck auf der Vorderseite der Bodenplatte versehen. Dafür wurden Kameras verwendet, die aus Produktionszeiträumen 41. Woche 1998 bis 33. Woche 1999 stammen. Sie wurden dann von der Firma Curt Grunewald KG in Hartha/Sachsen im Jahr 2002 als limitierte Auflage von 17 Stück mit dem genannten Aufdruck verkauft.

**) Der Hersteller (Jos. Schneider-Feinwerktechnik GmbH bzw. Pentacon GmbH) gibt sowohl 20 als auch 30 Kameras für Foto Greis in verschiedenen Dokumenten an.

Gesamtzahl der Produktion ab 1991: 32 671 BX 20 S-Kameras, dazu kommen noch kleinere Stückzahlen der BX 20- und BMS-„Nachwende“-kameras
 

Praktica BX 20 S (schwarz)

Praktica BX 20 S (schwarz)

Praktica BX 20 S in der Japan (Fernost)-Ausführung mit  "Schneider"-Schriftzug Praktica BX 20 S Vergleich der Normal- (links) und der Japan (Fernost)-Ausführung (rechts)

Praktica BX 20 S - Japan (Fernost)-Ausführung mit Schneider-Schriftzug

Praktica BX 20 S Vergleich der Normal- (links) und der Japan (Fernost)-Ausführung (rechts). Aus Gründen der Klimafestigkeit wurden bei der Japan-Ausführung Auslösebuchse, Auslösestift und Rastscheibe nicht aus Stahl sondern aus Messing gefertigt.

Praktica BX 20 S in der grünen Ausführung Praktica BX 20 S in der grün-schwarzen Ausführung

Praktica BX 20 S in der grünen Ausführung

Praktica BX 20 S in der grün-schwarzen Ausführung

Praktica BX 20 S in der grünen Ausführung für Foto Greiss Leverkusen (ohne Bezeichnung “BX 20 S”) Praktica BX 20 S in der grünen Ausführung für Foto Greiss Leverkusen (ohne Bezeichnung “BX 20 S”)

Praktica BX 20 S in der grünen Ausführung für Foto Greiss Leverkusen (ohne Bezeichnung “BX 20 S”)

Praktica BX 20 D (Data) mit Datenrückwand Praktica BX 20 D (Data) mit Datenrückwand

Praktica BX 20 D (Data) mit Datenrückwand

Praktica BX 20 D (Data) mit Datenrückwand

Pentacon BX 20 H (Halbformat-Musterkamera) Pentacon BX 20 H (Halbformat-Musterkamera)
Pentacon BX 20 H (Halbformat-Musterkamera)

Pentacon BX 20 H (Halbformat-Musterkamera). Bei dieser Kamera mit der Nummer 3474284 handelt es sich nach Angaben der Pentacon GmbH um ein einzelnes Muster. Eine Serienproduktion von 89 Stück fand mit der ansonsten baugleichen Praktica BX 20 H zwischen 1992 und 1996 statt.

Praktica BX 20 H - Halbformatkamera (Serienproduktion von 89 Stück zwischen 1992 und 1996) Praktica BX 20 H - Halbformatkamera (Serienproduktion von 89 Stück zwischen 1992 und 1996)

Praktica BX 20 H - Halbformatkamera (Serienproduktion von 89 Stück zwischen 1992 und 1996)

Täterlichtbildkameras für den Erkennungsdienst Praktica BX ED H (Halbformat) und Praktica BX ED V (Vollformat), hier die Versionen mit Vorlaufwerk

Täterlichtbildkameras für den Erkennungsdienst Praktica BX ED H (Halbformat) und Praktica BX ED V (Vollformat), hier die Versionen mit Vorlaufwerk

Täterlichtbildkameras für den Erkennungsdienst Praktica BX ED H (Halbformat) und Praktica BX ED V (Vollformat), hier die Versionen ohne Vorlaufwerk

Täterlichtbildkameras für den Erkennungsdienst Praktica BX ED H (Halbformat) und Praktica BX ED V (Vollformat), hier die Versionen ohne Vorlaufwerk

Steuergerät für die BX ED H oder BX ED V zum Einbelichten von Registriernummern in den Film

Steuergerät für die BX ED H oder BX ED V zum Einbelichten von Registriernummern in den Film

1 = Anschluss für BX ED H,
2 = Anschluss für BX ED V,
3 = Display zur Anzeige der einzubelichtenden Nr.,
4 = Stelltasten zur Änderung der Nr.,
5 = Anschluss für externes Netzteil 6V

Praktica BX 20 S (letzte Serie 06/2001)

Praktica BX 20 S (letzte Serie 06/2001)

Abb. oben: Praktica scan (ab 1994), Abb. unten: Praktica color scan (ab 1996)

Die Produktionseinstellung der BX20S im Jahr 2001 bedeutet das vorläufige Ende der Dresdner Spiegelreflexproduktion. Mit den Profi-Scannerkameras wird zumindest der Name Praktica im Kamerasektor noch für eine gewisse Zeit weiterleben. Abb. oben: Praktica scan (ab 1994), Abb. unten: Praktica color scan (ab 1996)

PhotoDeal - Magazin für Photographica und Fotogeschichte

Hier noch eine persönliche, aber natürlich rein subjektive Empfehlung von Sammler zu Sammler, für das aus meiner Sicht beste deutschsprachige Magazin für Photographica und Fotogeschichte, die PhotoDeal.

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   Stand / Revision: 25.01.2016

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