Praktica-Mikroskopkameras
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Ich danke Herrn Wilfried Pietsch aus Mölln und Herrn Peter Beck aus Düsseldorf für die Unterstützung mit Text und Bildmaterial.

1. Adaptierung von Praktica-Serienkameras

Eine Spiegelreflexkamera eignet sich auf Grund ihres speziellen Funktionsprinzips besonders gut für die Herstellung von Makro- und Mikroaufnahmen. Es gibt dabei die Möglichkeit, mit Hilfe handelsüblicher Mikrozwischenstücke eine Praktica an ein bestimmtes Mikroskop anzuschließen. Die weite Verbreitung des Praktica-M42-Objektivanschlusses bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten. Aber auch die Serienmodelle der B-Reihe lassen sich für mikrofotografische Aufnahmen adaptieren. Bestimmte Modelle der B-Reihe wurden von Anfang an als Mikroskop-Kameraansatz für wissenschaftliche und medizinische Zwecke konstruiert (siehe dazu Abschnitt 2). 

Praktica VLC 3 mit Mikrozwischenstück Praktica VLC 3 an der mikrofotografischen Einrichtung (mf)

Praktica VLC 3 mit Mikrozwischenstück

Praktica VLC 3 an der mikrofotografischen Einrichtung (mf) von Carl Zeiss Jena

Praktica VLC 3 an der mikrofotografischen Einrichtung (mf) Praktica BX 20 mit Praktica-B-Mikrozwischenstück

Praktica VLC 3 an der mikrofotografischen Einrichtung (mf) von Carl Zeiss Jena am Stereomikroskop Technival

Praktica BX 20 mit Praktica-B-Mikrozwischenstück

Praktica nova an der mikrofotografischen Einrichtung (mf) von Carl Zeiss Jena Praktica BC 1 mit adaptiertem M42-Mikrozwischenstück

Praktica nova an der mikrofotografischen Einrichtung (mf) von Carl Zeiss Jena (hier als Anschlussversion für Mikroskope mit 25mm-Okulartubus)

Praktica BC 1 mit adaptiertem M42-Mikrozwischenstück

2. spezielle Praktica-Mikoskopkameras (Kameraansätze 24x36 mm)

Die folgenden Kameras sind so genannte Kameraansätze. Es handelt sich hier also nicht mehr um eine Kamera im herkömmlichen Sinn, sondern nur noch um eine “lichtdichte Wechselkassette”. Von Carl Zeiss Jena wurden diese speziellen Prakticas für die mikrofotografische Einrichtung mf-AKS (mikrofotografisches Aufsatz-Kamera-System) und zum Anschluss an spezielle Mikroskope angeboten. Alle diese Kameras weisen folgende technische Modifikationen auf:

  • keine Belichtungsmessung im Kameragehäuse
  • Wegfall des Schlitzverschlusses im Kameragehäuse
  • Wegfall von Spiegelreflexsucher und Reflexspiegel
  • Wegfall von Blitzanschlüssen und Vorlaufwerk
  • keine Belichtungszeiten an der Kamera einstellbar

Die mikrofotografische Einrichtung mf-AKS übernahm die nunmehr fehlenden Kamerafunktionen. Sie enthielt einen elektronisch gesteuerten Zentralverschluss, eine Belichtungsmesseinrichtung und zum Teil einen motorischen Filmtransport, der am noch vorhandenen Winderanschluss der Kamera ansetzte.

Praktica B 100 M am Ansatzstück der mf-AKS matic-mot (mit motorischem Filmtransport)
Praktica B 100 M mit einem Ansatzstück für spezielle Mikroskope

Praktica B 100 M mit einem Ansatzstück für spezielle Mikroskope

Praktica B 100 M am Ansatzstück der mf-AKS matic-mot (mit motorischem Filmtransport)

Praktica B 100 M Mono mit Motorantrieb und Fernbedienungsanschluss Praktica B 100 M Mono mit Motorantrieb und Fernbedienungsanschluss

Praktica B 100 M Mono mit Motorantrieb und Fernbedienungsanschluss

Praktica B 100 M Mono mit Motorantrieb und Fernbedienungsanschluss

Praktica BCA M am Ansatzstück der mf-AKS
Praktica M (baugleich der BCA M) mit einem Ansatzstück für spezielle Mikroskope

Praktica M (baugleich der BCA M) mit einem Ansatzstück für spezielle Mikroskope

Praktica BCA M am Ansatzstück der mf-AKS

Praktica BCA M mit westdeutschem Prontor-Press-Zentralverschluss Praktica BCA M mit westdeutschem Prontor-Press-Zentralverschluss

Praktica BCA M mit westdeutschem Prontor-Press-Zentralverschluss im Mikroskopansatzstück

Praktica BCA M mit japanischem Copal-Press-Zentralverschluss

Praktica BCA M mit japanischem Copal-Press-Zentralverschluss im Mikroskopansatzstück

Nicht nur aus der Praktica-B-Reihe entstammen Kameraansätze für verschiedenste Mikroskope. Die unten abgebildete Praktica IV enthält einen voll funktionsfähigen Schlitzverschluss, aber keinen Reflexspiegel und keinen Sucher. Damit bietet sich diese spezielle Mikroskopkamera vorrangig für die Nutzung an der mikrofotografischen Einrichtung (mf oder mf-matic) von Carl Zeiss Jena an.

Praktica-IV-Mikroskopkamera Praktica-IV-Mikroskopkamera

Praktica-IV-Mikroskopkamera ohne Spiegelreflexeinrichtung

Praktica-IV-Mikroskopkamera ohne Spiegelreflexeinrichtung

Die mikrofotografische Einrichtung (mf) von Carl Zeiss Jena

mf (mikrofotografische Einrichtung)

  • verschiedene Kameraansätze verwendbar
  • kein Kameraverschluss eingebaut
  • keine Belichtungsmessung
  • keine Steuerung der Belichtungszeiten

mf-matic (mikrofotografische Einrichtung mit Belichtungsautomatik)

  • verschiedene Kameraansätze verwendbar
  • elektromagnetischer Kameraverschluss eingebaut
  • Belichtungsautomatik
  • Belichtungszeit-Bereich von 1/100 Sekunde bis zu mehreren Stunden

Das mikrofotografische Aufsetzkamerasystem (mf-AKS) von Carl Zeiss Jena

mf-AKS 24x36 expomet (mikrofotografisches Aufsetzkamerasystem expomet)

  • mechanischer Verschluss für Belichtungszeiten zwischen 1/125s and 1 s sowie B und T
  • manuelle Auslösung mit Kabelauslöser
  • integrale Belichtungsmessung
  • Eingabe der Filmempfindlichkeit in DIN und ASA
  • automatische Eingabe der Kamerafaktoren bei Wechsel der Kameraansätze
  • Anzeige der beim Auslösen aktuellen Belichtungszeit
  • Fehleranzeige

mf-AKS 24x36 automatic (mikrofotografisches Aufsetzkamerasystem automatic)

  • elektromagnetisch gesteuerter Verschluss
  • automatische Belichtungszeitensteuerung, integrale Belichtungsmessung
  • T-Funktion mit manueller Verschlussauslösung
  • Eingabe der Filmempfindlichkeit in DIN und ASA
  • automatische Eingabe der Kamerafaktoren bei Wechsel der Kameraansätze
  • Anzeige des Belichtungsprozesses
  • Fehleranzeige
  • Steuerung eines zusätzlich verwendbaren motorischen Filmtransports

mf-AKS 24x36 matic mot (mikrofotografisches Aufsetzkamerasystem matic mot)

  • automatische Belichtungszeitensteuerung, entweder integrale oder punktuelle Belichtungsmessung
  • automatische Auslösung des motorischen Filmtransports
  • Eingabe der Filmempfindlichkeit in DIN und ASA
  • automatische Eingabe der Kamerafaktoren bei Wechsel der Kameraansätze
  • zuschaltbare Korrekturfaktoren
  • digitale Anzeige der aktuellen Belichtungszeit von Belichtungsbeginn bis Belichtungsende
  • Speicher zur Übernahme automatisch ermittelter bzw. manuell einzugebender Belichtungszeit für Aufnahmeserien unter gleich bleibenden Bedingungen
  • automatische Blockierung des Verschlusses bei Anzeige „zu viel/zu wenig Licht“
  • integrierter Impulsgeber für Aufnahmeintervalle von 2 Sekunden an und mit max. 1000 Bildern einer Serie
  • digitale Anzeige aller eingegebenen Daten
  • elektronisch gesteuerte Dateneinbelichtung auf Kleinbildserien

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Hier noch eine persönliche, aber natürlich rein subjektive Empfehlung von Sammler zu Sammler, für das aus meiner Sicht beste deutschsprachige Magazin für Photographica und Fotogeschichte, die PhotoDeal.

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   Stand / Revision: 07.05.2010

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