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Pentazet 35 Zeitdehnerkamera

Obwohl der Schwerpunkt dieser Internetseite auf der Vorstellung verschiedener Spiegelreflex- und Sucherkamera-Baureihen liegt, soll an dieser Stelle auch ein oft vernachlässigter Zweig der Dresdner Kamera- und Kinoindustrie kurz vorgestellt werden: die Geräte der Kinotechnik und verschiedene Filmkameras.
Bei allen folgend genannten ausgewählten Produkten der Kinematografie aus Dresden sind jedoch die angegebenen Jahreszahlen stets als „Näherungswerte“ anzusehen. Es finden sich verschiedene Angaben in den diversen Quellen.
Für Korrekturen, ergänzende Hinweise, selbst gemachte Fotografien dieser Technik und ähnliches wäre ich dankbar.

Zum Inhalt:

1.)  Geschichtlicher Kurzüberblick
2.)  Projektoren und Kinomaschinen
3.)  Filmkameras
4.)  Zeitdehnerkameras, Zeitlupenkameras
5.)  Weiterführende Literatur

1.) Geschichtlicher Kurzüberblick

Im Jahr 1903 stellte Heinrich Ernemann bereits die Amateur-Filmkamera Ernemann Kino für 17,5mm-Film mit Mittelperforation vor. 1909 kam der große Kinoprojektor Imperator hinzu, der als erster Stahl-Projektionsapparat der Welt für den 35mm-Film die Tradition des Kinomaschinenbaues in Dresden begründete.
Von der ICA AG war zwischen 1923 und 1934 die Amateur-Filmkamera Kinamo auf dem Markt.
Bei den Kinomaschinen konnte die 1926 gegründete Zeiss Ikon AG weiter von den am Markt etablierten Erzeugnissen der Ernemann AG profitieren. So wurde der Kinoprojektor Imperator II als Ernemann II bis 1928 weitergebaut und durch die Modelle Ernemann III und Ernemann IV (auch als kleinere Variante Ernon IV) ersetzt. 1934 folgten zunächst die Ernemann V mit Wasserkühlung sowie weiter entwickelten Spiegellampen und die Ernemann VII bereits mit Tontechnik. Die legendäre Bildtonmaschine Ernemann VIIB war ein Meilenstein der Kinotechnik, sie wurde von 1937 bis 1945 gebaut. Ab 1949 wurde im VEB Zeiss Ikon die Nachkriegsproduktion der Kinomaschine Ernemann VIIB und Ernemann IV wieder aufgenommen. Die Nachfolgerinnen waren die Kinomaschinen Dresden D1 von 1951 und Dresden D2 von 1952. Weitere Zeiss Ikon-Produkte waren Schmalfilm- und Zeitlupenkameras.
Im Nachfolgebetrieb Kamera- und Kinowerke Dresden lief ab 1959 die Produktion der Schmalfilmkamera Pentaflex 8 und ab 1960 die der Filmtheatermaschinen Dresden D21 und D11. Die 1965 vorgestellte neue 35/70mm-Kinomaschine PYRCON UP 700 ging 1966 in Serie.
Nach dem Beschluss des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW / COMECON) im Jahr 1965 zur Spezialisierung der Mitgliedsstaaten auf bestimmte Industriezweige sollten im sozialistischen Wirtschaftssystem zukünftig alle Kinogeräte in der UdSSR und die Schmalfilmgeräte in der CSSR produziert werden. Daher wurde die Kinogeräte- und Schmalfilmgeräte-Produktion in Dresden nicht mehr weiterentwickelt und lief 1971/72 zugunsten der Kameraproduktion aus.

2.) Projektoren und Kinomaschinen

Ernemann Imperator (Ernemann AG)
Als erster Stahl-Projektionsapparat der Welt für 35mm-Film, gefertigt von 1909 bis 1926, begründete der Ernemann Imperator die Tradition des Kinomaschinenbaues in Dresden. Ausgestattet war der Apparat mit dem Projektionsobjektiv Ernemann Kinostigmat, einwandigem Lampengehäuse, Feuerschutztrommel und Elektromotor.

Ernemann-Projektor Imperator Ernemann-Projektor Imperator

Ernemann-Projektor Imperator

Ernemann-Projektor Imperator

Ernemann-Büste im neuen Ernemann-Gebäude Ernemann-Projektor Imperator

Ernemann-Büste im neuen Ernemann-Gebäude in Dresden-Striesen

Ernemann-Projektor Imperator

Ernemann Imperator II (Ernemann AG), ab 1926 Ernemann II (Zeiss Ikon AG)
folgte als Nachfolgemodell des Imperator I im Jahr 1925 und kann als Ausgangspunkt der folgenden Generationen angesehen werden. Mit der Fusion zur Zeiss Ikon AG 1926 wurde das Gerät noch bis 1928 als Ernemann II weitergeführt.

Ernemann III (Zeiss Ikon AG)
in diesem ab 1928 gefertigten Kinoprojektor war die Umlaufblende in das Bildfenster integriert.

Ernemann IV (Zeiss Ikon AG, VEB Zeiss Ikon)
stellt eine Weiterentwicklung der Modelle Ernemann II und III mit einigen bildtechnischen Neuerungen dar, 1932 war eine Version Ernon IV für kleine Filmtheater lieferbar. Die Ernemann IV wurde bis 1945 und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ab 1949 gefertigt.

Ernemann V (Zeiss Ikon AG)
war ab 1934 mit Wasserkühlung, weiter entwickelten Spiegellampen und Lichttonabtastung ausgestattet.

Ernemann VII (Zeiss Ikon AG)
als erstes Gerät mit moderner Tontechnik erschien 1934.

Ernemann VIIB (Zeiss Ikon AG, VEB Zeiss Ikon)
erschien 1937 als Bildtonmaschine (kombiniertes Bildtonwerk, Kühlung der Filmkammer durch Wasser und Luft), die wegen ihrer Perfektion und Zuverlässigkeit lange Zeit einen legendären Ruf genoss. Sie wurde bis 1945 und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ab 1949 gefertigt.

Zeiss Ikon-Bildtonmaschine Ernemann VIIB Zeiss Ikon-Bildtonmaschine Ernemann VIIB

Zeiss Ikon-Bildtonmaschine Ernemann VIIB

Zeiss Ikon-Bildtonmaschine Ernemann VIIB

Zeiss Ikon-Bildtonmaschine Ernemann VIIB

Zeiss Ikon-Bildtonmaschine Ernemann VIIB

Dresden D1 (VEB Zeiss Ikon, VEB Kinowerke Dresden, VEB Kamera und Kinowerke Dresden)
lautete die Bezeichnung der Bildtonmaschine, die 1951 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt wurde. Die Konstruktion erfolgte unter Beachtung des Grundkonzeptes der VIIB jedoch in geschlossener Gehäusebauweise.

Dresden D2 (VEB Zeiss Ikon, VEB Kinowerke Dresden, VEB Kamera und Kinowerke Dresden)
war als Modell mit höherer Lichtleistung von 100lux Beleuchtungsstärke auf der Bildwand , der Möglichkeit für Cinemascope-Projektion und 4-Kanal-Magnetton ab 1952 parallel zur Dresden D1 auf dem Markt.

Dresden D21 (VEB Kamera und Kinowerke Dresden, VEB Pentacon)
als Nachfolger der D2 mit verändertem Lampengehäuse für die leistungstärkere HI-125 Kohlebogenlampe, überarbeitetem Projektorkopf und mit verbesserter Scharfeinstellung erschien 1960 und wurde bis zum Anfang der 1970er Jahre auch als D21X mit Xenon-Lampe gebaut.

Dresden D11 (VEB Kamera und Kinowerke Dresden, VEB Pentacon)
diese Bildtonmaschine entsprach technisch der Dresden D21, war jedoch für kleinere und mittlere Kinos vorgesehen. Dadurch konnte auf die HI-125-Lampe der D21 verzichtet und das kleinere Lampengehäuse der Dresden D1 genutzt werden. Ende der 1960er Jahre standen auch die Modelle Dresden D11X mit Xenon-Lampe und Dresden D11XA mit Xenon-Lampe und vollautomatischer Überblendung zur Verfügung.

Kinomaschine Dresden D21 (Werbeprospekt VEB Pentacon) Kinomaschine Dresden D11 (Werbeprospekt VEB Pentacon)

Kinomaschine Dresden D21 (Werbeprospekt VEB Pentacon)

Kinomaschine Dresden D11 (Werbeprospekt VEB Pentacon)

In den späten 1960er Jahren konnten sowohl die Dresden-Kinomaschinen als auch die älteren Magnasol-II-Lampen des Ernemann VIIB mit dem Pentacon XENON-Einbaublock von Kohlebogen- auf Xenon-Lampen (Tungsram XHP-1600) umgerüstet werden.

Xenon-Einbaublock zur Umrüstung von Kohlebogen- auf Xenon-Lampe (Werbeprospekt VEB Pentacon)

Xenon-Einbaublock zur Umrüstung von Kohlebogen- auf Xenon-Lampe (Werbeprospekt VEB Pentacon)

Pyrcon UP700 (VEB Pentacon)
Die 1965 auf der Leipziger Frühjahrsmesse gezeigte und ab 1966 gefertigte Kinomaschine Pentacon Pyrcon UP700 war ein letztes Spitzenprodukt der Dresdner Kinoindustrie. Der Breitwand-Panorama Universalprojektor konnte ohne Umrüstung sowohl 35mm-Normalfilm als auch 70mm-Breitwandfilm projizieren. Das Magnettongerät konnte 4-Kanal-Magnettonspuren bei 35mm-Film und 6-Kanal-Tonspuren bei 70mm-Film abtasten. Eine automatische Filmvorführung mit Steuerung verschiedener Systeme des Filmtheaters war mit dem Lochkarten-Steuergerät Pyrcomat möglich.

Universalprojektor Pyrcon UP700 (Werbeprospekt VEB Pentacon)

Universalprojektor Pyrcon UP700 (Werbeprospekt VEB Pentacon)

Nach dem Beschluss des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW / COMECON) im Jahr 1965 zur Spezialisierung der Mitgliedsstaaten wurde die Kinogeräte- und Schmalfilmgeräte-Produktion in Dresden nicht mehr weiterentwickelt und lief 1971/72 zugunsten der Kameraproduktion aus.

3.) Filmkameras

3.1.) Frühe Filmkameras aus Dresden

Ernemann Kino
Amateurfilmkamera für 17,5mm-Film mit Mittelperforation gefertigt ab 1903.

Ernemann Kino (Ernemann Katalog 1904)

Ernemann Kino (Ernemann Katalog 1904)

Ica Kinamo, Zeiss Ikon Kinamo N 25, Zeiss Ikon Kinamo S 10
Emanuel Goldberg (1881-1970) konstruiert 1921 für die Internationale Camera AG Dresden (ICA AG) die Amateur-Filmkamera Kinamo. Ab 1923 ist sie mit Federwerkmotor ausgestattet. Die kleine Kamera wurde mit 35mm-Film auf 15m-Rollen (ab 1926 25m-Rollen) geladen. Die ICA-Kinamo wurde 1926 (bei der Fusion zu Zeiss Ikon) in Zeiss Ikon Kinamo N 25 und 1927 in Zeiss Ikon Universalkinamo umbenannt. Eine kompaktere ICA Kinamo 16 war für 16mm-Film (10m-Magazin) konstruiert. Sie war ab 1925 im Handel, 1926 wurde sie in Kinamo S 10 umbenannt.

Werbung Ica Kinamo 1926

Werbung Ica Kinamo 1926

3.2.) 8mm-Filmkameras

AK 8 (VEB Zeiss Ikon)
Schmalfilmkamera für Normal-8-Film (Doppel-8), Vorstellung zur Leipziger Frühjahrsmesse 1953. Ausgestattet mit Federwerkaufzug, Durchsichtsucher, fest eingebautem Fixfokusobjektiv Carl Zeiss Jena Triotar 1:2,8/10mm oder Meyer Trioplan 2,8/10mm, war die Kamera in verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Ab 1957 erhielt sie eine Aluminiumfrontblende mit AK8-Schriftzug. Bildfrequenzen waren Einzelbild bzw. 16 Bilder pro Sekunde. Als Zubehör war lieferbar: Televorsatz Tevo 2x, Kompendium, Titelgerät, Rückspulkurbel für Trick- und Überblendaufnahmen, ABEFOT-Belichtungsmessansatz. Die Kamera wurde zwischen 1953 und 1958 mit etwa 40000 Stück gefertigt.

AK 8 - erste Ausführung ab 1953 AK 8 - zweite Ausführung ab 1957 mit Aluminiumfrontblende und ABEFOT-Belichtungsmessansatz

AK 8 - erste Ausführung ab 1953

AK 8 - zweite Ausführung ab 1957 mit Aluminiumfrontblende und ABEFOT- Belichtungsmessansatz

Pentaka 8 (VEB Kinowerke Dresden, VEB Kamera und Kinowerke Dresden)
Schmalfilmkamera für Normal-8-Film (Doppel-8), gebaut ab 1958 und ausgestattet mit Federwerkaufzug, Bildfrequenzen: Einzelbild sowie 8-16-24-48 Bilder pro Sekunde. Neu war die Verwendung von Wechselobjektiven: Normalobjektiv Carl Zeiss Jena Biotar 1:2/12,5mm, Teleobjektive Carl Zeiss Jena Biotar 1:2/25mm und Sonnar 1:2,8/40mm. Ein Parallaxenausgleich für diese Wechseloptiken war eingebaut.

Pentaka 8 mit allen Wechselobjektiven

Pentaka 8 mit allen Wechselobjektiven

Pentaka 8

Pentaka 8

Pentaka 8B (VEB Kamera und Kinowerke Dresden, VEB Pentacon Dresden)
Schmalfilmkamera für Normal-8-Film (Doppel-8), gebaut ab 1960, ausgestattet wie die bisherige Pentaka 8, jedoch mit einer Ansatzmöglichkeit für den halbautomatischen PENTAFOT-Belichtungsmessansatz für alle Wechseloptiken.

Pentaka 8B mit PENTAFOT-Belichtungsmessansatz

Pentaka 8B mit PENTAFOT-Belichtungsmessansatz

Pentaka 8-I automatic (VEB Kamera und Kinowerke Dresden, VEB Pentacon Dresden)
Schmalfilmkamera für Normal-8-Film (Doppel-8). Entwickelt ab 1961 und ab 1965 gefertigt, besaß diese Kamera einen Federwerkaufzug, ein fest eingebautes Carl Zeiss Jena 1:2/12,5mm Objektiv. Bildfrequenzen waren Einzelbild und 16 Bilder pro Sekunde. Die besonderen Ausstattungsmerkmale waren eine Belichtungsautomatik, die jedoch den Belichtungsmessansatz fest in das Kameragehäuse integriert hatte. Die Kamera stellte kein besonderes Erfolgsmodell dar, da mit der Vorstellung des neuen Super-8-Filmes 1963 durch Kodak, das Normal-8-System insgesamt veraltet war.

Pentaka 8-I automatic

Pentaka 8-I automatic

Pentaflex 8 (VEB Kamera und Kinowerke Dresden, VEB Pentacon Dresden)
Bei der Pentaflex 8 handelte es sich um eine Normal-8-Amateurfilmkamera der Kamera- und Kinowerke Dresden (ab 1964 VEB Pentacon), die 1957 auf der Leipziger Frühjahrsmesse gezeigt und ab 1959 in die Serienproduktion überführt wurde. Eine hochwertige Ausstattung bestehend aus Spiegelreflexsucher, Belichtungsautomatik, Vorlaufwerk und Federwerkmotor, Normal-8-Film (als Doppel-8-Film konfektioniert auf 7,5m Tageslichtspule in Schnellwechselkassette), Bildfrequenzen Einzelbild sowie 8 bis 64 Bilder pro Sekunde, wurde durch die guten blendengekuppelten Wechselobjektive Carl Zeiss Jena 1:2/12,5mm; 1:2/5,5mm; 1:2/25mm und 1:2,8/40mm oder Pentovar 1:2/8-32mm Varioobjektiv (Zoomobjektiv) abgerundet. Das herausragende Design der Kamera erdachte der Formgestalter Josef Bönisch. Als Zubehör waren unter anderem ein Universalkompendium und ein Handgriff mit Schulterstütze erhältlich.
Da die Pentaflex 8 und die Altix V als Objektivanschluss dasselbe Bajonett nutzten, war es theoretisch möglich, die Altix-Wechseloptiken kreativ an der Pentaflex zu verwenden.

Pentaflex 8 mit Kompendium Pentaflex 8 mit Kompendium und Wechseloptiken

Pentaflex 8 mit Kompendium

Pentaflex 8 mit Kompendium und Wechseloptiken

3.3.) 16mm-Filmkameras

AK 16, Pentaflex 16 (VEB Zeiss Ikon, VEB Kinowerke Dresden, VEB Kamera und Kinowerke Dresden)
Reporter-Schmalfilmkamera für 16mm-Film, Bauzeit ab 1952, als Antriebe standen Federwerkmotor bzw. 12V-Elektromotor zur Verfügung. Diese Kamera lieferte folgende Bildfrequenzen: Einzelbild und 12-16-20-24-32 Bilder pro Sekunde. Die Optiken Carl Zeiss Jena Flektogon 1:2,8/12,5mm; Carl Zeiss Jena Biotar 1:1,4/25mm und Carl Zeiss Jena Biotar 1:1,4/50mm waren über einen Objektivrevolver angeschlossen. Als Zubehör standen eine 60m-Kassette und ein Handgriff zur Verfügung.

Pentaflex 16 mit Kompendium Pentaflex 16 mit Objektivrevolver

Pentaflex 16 mit Kompendium

Pentaflex 16 mit Objektivrevolver

4.) Zeitdehnerkameras (Hochgeschwindigkeitskameras, Zeitlupenkameras)

Zeitlupe ZL 1, Pentazet 35 (VEB Zeiss Ikon, VEB Kinowerke Dresden, VEB Kamera und Kinowerke Dresden, VEB Pentacon Dresden)
Bereits 1929 wurde in der Zeiss Ikon AG an Zeitlupenkameras gearbeitet. Die Zeitlupe ZL 1 wurde zur Leipziger Frühjahrsmesse 1951 vorgestellt. Es war eine Hochleistungs Zeitlupenkamera für 35mm-Normalfilmmit einer Bildfrequenz von 2000 bis 4000 Bildern pro Sekunde. Nachfolger war die 1957 erschienene Pentazet 35 mit 120 individuell justierbaren Spiegeln und zusätzlicher Prismenablenkung. Mit dieser Hochgeschwindigkeitskamera konnten herausragende 40000 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Die Produktion lief bis 1968.

Pentazet 35-Zeitdehnerkamera Pentazet 35-Zeitdehnerkamera

Pentazet 35-Zeitdehnerkamera

Pentazet 35-Zeitdehnerkamera

Pentazet 35-Zeitdehnerkamera

Pentazet 35-Zeitdehnerkamera

Zeitlupe ZL 16, Pentazet 16 (VEB Zeiss Ikon, VEB Kinowerke Dresden, VEB Kamera und Kinowerke Dresden, VEB Pentacon Dresden)
Die kompaktere Zeitlupe ZL 16 war für die Nutzung von 16mm-Film vorgesehen. Sie erreichte bis zu 3000 Bilder pro Sekunde. Bei der Pentazet 16 handelte es sich um den Nachfolger der ZL 16. Hier wurden drei Varianten angeboten: die Pentazet 16 für 300 bis 3000 Bilder pro Sekunde, die Pentazet 16 A für 500 bis zu 5000 Bilder pro Sekunde und die Pentazet 16 B für 150 bis zu 1500 Bilder pro Sekunde. Auch die Pentazet 16-Modelle wurden wie die Pentazet 35 bis 1968 gebaut.

Pentazet 16-Zeitdehnerkamera (Werbeprospekt VEB Kamera- und Kinowerke Dresden)

Pentazet 16-Zeitdehnerkamera (Werbeprospekt VEB Kamera- und Kinowerke Dresden)

5.) Weiterführende Literatur

Blumtritt, Herbert: Die Geschichte der Dresdner Fotoindustrie. Lindemanns Verlag 2000, ISBN 3-89506-212-X

Hummel, Richard: Spiegelreflexkameras aus Dresden. Edition Reintzsch Leipzig 1995,
ISBN 3-930846-01-2 oder 3-89506-127-1

Jehmlich, Gerhard: Der VEB Pentacon Dresden. Sandstein Verlag Dresden 2009,
ISBN 978-3-940319-75-3

Jehmlich, Gerhard et al.: Thesaurus 3 - 75 Jahre Zeiss Ikon AG, Technische Sammlungen der Stadt Dresden 2001, ISBN 3-9806403-3-0

Pierschel, Gerhard: Universalprojektor Pyrcon UP700 für 35mm- und 70mm-Film. Bild und Ton Berlin 1965, Jahrgang 18, Heft 11

Tümmel, Herbert: Deutsche Laufbildprojektoren. Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin 1986

Vincenz, Kirsten; Hesse, Wolfgang (Hrsg.): Fotoindustrie und Bilderwelten – Die Heinrich Ernemann AG für Camerafabrikation in Dresden 1889-1926. Kerber Verlag Bielefeld 2008, ISBN 978-3-86678-207-5

PhotoDeal - Magazin für Photographica und Fotogeschichte

Hier noch eine persönliche, aber natürlich rein subjektive Empfehlung von Sammler zu Sammler, für das aus meiner Sicht beste deutschsprachige Magazin für Photographica und Fotogeschichte, die PhotoDeal.

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   Stand / Revision: 09.02.2015

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