Altix
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Ich danke Herrn Thomas Häfner aus Dresden www.altissa.de , Herrn Heinz Schrauf aus Solingen und Herrn Stefan Lange aus Karlsruhe für die Unterstützung mit Hintergrundwissen, Text und Bildmaterial.

Zum Inhalt:

  1. Das Altissa-Camera-Werk und die Altix-Modellreihe
     
  2. Die ALDO-Feingeräte-Bau GmbH
    und die ALDO-Mikroskopkamera ALDONAR Kolibri oder Spiegel-Altix
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1. Das Altissa-Camera-Werk und die Altix-Modellreihe

1926 übernahm Emil Hofert eine bestehende fotografische Manufaktur in Dresden. Er begann mit der Produktion einfacher Eho-Box -Kameras. Ab 1931 lautet die Firmierung “Eho” Kamera-Fabrik GmbH. Schon 1932 gehörte eine Eho-Stereo-Boxkamera zum Produktprofil. Im Jahr 1935 wurde der damalige Geschäftsführer Berthold Altmann zum Firmeninhaber und mit der Altissa-Box wird erstmals eine neue Generation von formschönen 6x6-Boxen gefertigt. Altmann erwirbt im Mai 1936 ein neues Betriebsgelände in der Lortzingstraße 38, das mit inzwischen 60 Mitarbeitern bezogen wird. Neben den Boxen wurde hier ab 1937 die zweiäugige Spiegelreflexkamera Altiflex, später die verbesserte Altiflex II hergestellt. Die Altix I entstand 1939. Dabei handelte es sich um eine Kleinbild-Sucherkamera für das Aufnahmeformat 24x24 mm mit einem fest eingebauten Objektiv Laack Pololyt 3,5/3,5cm. Der seit 1940 bestehende Name Amca-Camera-Werk Berthold Altmann wurde 1941 in Altissa-Camera-Werk Berthold Altmann geändert. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurden die Produktionsräume vollständig zerstört. Bereits im Mai 1946 gründeten jedoch Berthold Altmann und Fritz v. Dosky ein zweites Unternehmen, die ALDO-Feingeräte-Bau GmbH (ALDO = Altmann & Dosky). Zum Fertigungsprogramm gehörten ALDO-Mikroskope und ALDO-Mikroskopkameras. Hier entstand 1949 in Kooperation mit Altissa auch die unten näher beschriebene ALDONAR Kolibri, manchmal auch Spiegel-Altix genannt.
Der Wiederaufbau des Altissa-Camera-Werkes begann 1947 am neuem Standort Blasewitzer Str. 17.  Die Nachkriegs-Produktion umfasste ab 1947 eine überarbeitete Altix I und die Vorkriegsmodelle der Altissa-Box. Durch die vollständige Zerstörung der benötigten Werkzeuge während der Bombenangriffe im Februar 1945 konnte die Fertigung der zweiäugigen Altiflex nach dem Ende des Krieges nicht wieder aufgenommen werden. Die Altix II (etwa 1948) war eine modifizierte Altix I (in sehr geringen Stückzahlen) mit dem Compur-Rapid-Verschluss der früheren Altiflex II. Häufig werden fälschlicherweise die frühen Altix-III-Modelle mit M22,5-Objektivanschluss für die Altix II gehalten. Die Altix III mit neuem Gehäuse wird ab 1949 zunächst mit M22,5-Objektivanschluss und Laack Tegonar 3,5/3,5cm bzw. ROW Tegonar 3,5/35mm, später mit fest eingebautem Novonar 3,5/35mm oder Tessar 3,5/37,5mm gebaut. Der Umstieg auf das heutige Kleinbildformat 24x36 mm erfolgte mit der Altix IIIA (1951/52), die Kamera besaß einen M29,5-Objektivanschluss und ein Ludwig Meritar 2,9/50 oder seltener ein Meyer Primotar 2,7/50. Von der Altix IV (1952) existieren mehrere Modelle mit unterschiedlichen fest eingebauten Objektiven, wie Zeiss Tessar 3,5/50, Zeiss Tessar 2,8/50 oder Meyer Trioplan 2,9/50. Es gibt auch Exportkameras mit der Bezeichnung Classic 35. Ab 1954 wurde ein Steck- bzw. Schraub- oder Klemmbajonett (funktionell ähnlich den Anschlüssen der Praktina, Pentina und Praktisix/Pentacon six, aber alle anders dimensioniert; Auflagemaß Altix = 42,5mm) für die Wechselobjektive der Altix V verwendet (Tessar 2,8/50; Meyer Trioplan 2,9/50; Meyer Lydith 3,5/30; Meyer Primagon 4,5/35; Meyer Telefogar 3,5/90; zu Beginn auch Ludwig Meritar 2,9/50). Später nutzte auch die Schmalfilmkamera Pentaflex 8 dasselbe Bajonett. Die Altix V war mit Selbstauslöser ausgestattet und in geringen Stückzahlen wurden auch ab 1957 farbig belederte Kameras hergestellt. Ein neu konstruiertes Gehäuse mit Schnellspannhebel erhielt die Altix n (1958) und einen zusätzlichen Belichtungsmesser konnte die Altix nb (1958) aufweisen. Die Altix IV, V, n und nb wurden bis 1960 gebaut. Eine bereits fortgeschrittene Konstruktion für die Altix mit gekuppeltem Entfernungsmesser konnte durch die Produktionseinstellung nicht mehr umgesetzt werden, eine Versuchskamera existiert noch in einer privaten Sammlung. Einige Serienkameras weisen bereits Merkmale für die Vorbereitung des Entfernungsmessereinbaus auf.
Nachdem Berthold Altmann 1951 in die Bundesrepublik flüchtete, wurde ihm wegen angeblichen Diebstahls mehrerer hundert Altissa-Kameras, in der DDR auf Grund Verbrechens nach der Wirtschaftsstrafverordnung der Prozess gemacht und er wurde in Abwesenheit zu Zuchthaus und Vermögeneinzug verurteilt. Daraufhin erfolgte 1952 die Verstaatlichung des Altissa-Camera-Werkes. Es wurde zunächst unter Verwaltung der VVB Optik Jena gestellt. Ab 1953 existierte wieder ein eigenständiger VEB Altissa-Camera-Werk. 1959 ging der Betrieb mit weiteren Firmen in den Zusammenschluss zum VEB Kamera- und Kino-Werke Dresden ein. 1961 wurden die Gebäude der ehemaligen Altissa komplett aufgegeben. Das Abwesenheits-Urteil gegen Berthold Altmann wurde erst 1992, 17 Jahre nach seinem Tod, wieder aufgehoben.

Zu den Altix-Baureihen

Zeittafel der Altix-Modelle

Hinweis: Die Jahreszahlen sind immer nur als Anhaltspunkt zu verstehen.


 

1939

1940

1947

1948

1949

1950

1951

1952

1953

1954

1955

1956

1957

1958

1959

1960

Altix I
 

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Altix I
(Nachkrieg)

 

 

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Altix II
 

 

 

 

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Altix III
(Wechseloptik)

 

 

 

 

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Altix III
(Festoptik)

 

 

 

 

 

 

 

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Altix IIIA
 

 

 

 

 

 

 

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Altix IV
(Druckschrift)

 

 

 

 

 

 

 

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Altix IV
(Schreibschrift)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Classic 35
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Altix V
(Druckschrift)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Altix V
(Schreibschrift)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Altix V
(farbig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Altix n
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Altix nb
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es werden in der Modell-Übersicht bewusst keine Versionsnummern vergeben, da es durch unvollständige Informationen zum damaligen Produktionsgeschehen durchaus neue Zwischenversionen geben kann. Es existieren bereits mehrere Zusammenstellungen zum Thema Altix, die sich deutlich voneinander unterscheiden.
Hier werden die Versionen chronologisch vorgestellt, aber nicht mit Zahlen oder Buchstaben, sondern mit ihren kennzeichnenden Merkmalen bezeichnet. Dieses Vorgehen lässt bei Auftauchen unbekannter Altix-Kameras eine Beibehaltung der bisherigen Versionskennzeichnung zu.

Die folgenden Altix-Versionen werden vorgestellt. Meist existieren noch Varianten innerhalb der Version, die im Text kurz aufgeführt werden.

Altix I
 

“Vorkriegs“-Version mit verchromtem Gehäuse
 

Altix I
 

Nachkriegsversion mit vernickeltem Gehäuse
 

Altix II
 

mit dem Compur-Rapid-Verschluss der Vorkriegs-Altiflex II
 

Altix III
 

Version mit M22,5-Objektivanschluss und ohne Blitzbuchsen
 

Altix III
 

Version mit M22,5-Objektivanschluss und mit zwei nicht genormten Blitzbuchsen
 

Altix III
 

Version mit M22,5-Objektivanschluss und mit einer genormten Blitzbuchse, sowie Cludor-Verschluss

Altix III
 

Version mit fest eingebauter Optik (Novonar oder Tessar), sowie Cludor-Verschluss
 

Altix IIIA
 

Aufnahmeformat 24x36mm; M29,5-Optik (Meritar, Primotar)
 

Altix IV
 

Version mit Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben
 

Altix IV
 

Version mit Altix-Schriftzug in Schreibschrift

Altix IV /
Classic 35

Exportversion mit Classic-35-Schriftzug und aufgesetzter Blitzbuchse
 

Altix IV /
Classic 35

Exportversion mit Classic-35-Schriftzug und eingesenkter Blitzbuchse
 

Altix V
 

Version mit Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben
 

Altix V
 

Version mit Altix-Schriftzug in Schreibschrift
 

Altix V
 

Exportversion mit Prontor SVS-Verschluss und Synchrofenster oberhalb des Objektivs, sowie Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben

Altix V
 

Exportversion mit Prontor SVS-Verschluss und Synchrofenster oberhalb des Objektivs, sowie Altix-Schriftzug in Schreibschrift

Altix n
 

Version mit „altix n“-Gravur auf der Gehäuseoberseite
 

Altix n
 

Version mit „altix n“-Gravur auf der Gehäusefront
 

Altix n
 

Version mit „altix n“-Aufdruck auf der Gehäusefront
 

Altix nb
 

Version mit aufgesetztem Belichtungsmesser
 

Altix nb
 

Version mit integriertem Belichtungsmesser
 

Innerhalb der Versionen sind für den Sammler Merkmalsübergange interessant. Hier eine aus Seriennummernlisten zusammengestellte Auswahl.

Merkmal:

Übergang Jahr (ca.):

Übergang zwischen Seriennummern (ca.):

betrifft Modelle:

Aufzugsknöpfe 20mm /
24mm Durchmesser

Ende 1952

ohne

Altix III und IV

Blitzbuchse aufgesetzt /
eingesenkt

1953/54

zwischen Bereich ohne Nummer und Nr. 24500

Altix IV
(nicht Classic 35)

Beginn Kameranummerierung
 

1954

 

Altix IV

Bodendeckelarretierung Schieber /
Drehknopf

1954/55

31000 - 38000

Altix IV und V

Altix-Schriftzug Blockschrift /
Schreibschrift

1956

91000 - 93000

Altix IV und V

Betriebsnummer (37/361/4002) /
(12/2036)

1956

76600 - 91000

Altix IV und V

Sucherokular rund /
eckig (Altix IV und V)

1956

100900 - 101000

Altix IV und V

Herstellung Altix V
mit Nr. 100000

Mitte 1956

100000

Altix V

Aufzugsknopf
mit Filmmerkscheibe

1957

ab 128000

Altix IV und V

Beginn farbige Belederung
 

1957

ab 120000

Altix V

Ende farbige Belederung
 

1958

bis 218000

Altix V

geometrische Zeitenreihe
(Altix V)

1958

ab 220000

Altix V

Herstellung Altix n und
Verkauf Altix n mit Nr. 9000

27.06.1958
09.08.1958

9000

Altix n

geometrische Zeitenreihe
(Altix n)

1958

9000 - 12000

Altix n

Sucherokular rund /
eckig (Altix n)

1958

13400 - 16200

Altix n

Altix I, “Vorkriegs“-Version mit verchromtem Gehäuse
Bei der Altix handelte es sich um eine Kleinbild-Sucherkamera mit Zentralverschluss zunächst für das Aufnahmeformat 24x24mm. Die erste Version der Altix I wurde zwischen 1939-1940 gebaut. Sie besaß ein verchromtes unbeledertes Verschlussgehäuse und war mit einem fest eingebautem Laack Pololyt 3,5/3,5cm ausgestattet. Eine sehr frühe Variante besaß das Laack Pololyt 3,5/3,5cm (Nummernbereich 415XXX) als Fix-Fokus-Objektiv ohne Entfernungseinstellung. Der nicht näher bezeichnete Zentralverschluss wies Verschlusszeiten von 1/150s, 1/100s, 1/50s, 1/25s und B auf. Der senkrechte Altix-Schriftzug befindet sich auf der Front des Kameragehäuses unterhalb des Auslösers. Ganz zu Beginn der Produktion besaßen Aufzugs- und Rückspulknopf noch eine sehr feine Kreuz-Rändelung, nach kurzer Zeit wurden gröber gerändelte Knöpfe mit zwei umlaufenden Rillen eingebaut. Eine frühe Variante der Altix I besaß eine Öse für die Abziehschlaufe der Bodenplatte und eine Doppelbelichtungssperre. Diese Ausstattungsdetails wurden im Laufe der Produktion der “Vorkriegs-Altix” weg gelassen.

Altix I (frühe Variante mit feiner Rändelung der Aufzugsknöpfe, 1939) Altix I (Version mit grob gerändelten Aufzugsknöpfen und 2 umlaufenden Rillen, 1940)

Altix I (frühe Variante mit feiner Rändelung der Aufzugsknöpfe, 1939)

Altix I (Version mit grob gerändelten Aufzugsknöpfen und 2 umlaufenden Rillen, 1940)

Altix I (frühe Variante mit Öse für Abziehschlaufe der Bodenplatte, 1939)

Altix I (frühe Variante mit Öse für Abziehschlaufe der Bodenplatte, 1939)

Altix I, Nachkriegsversion mit vernickeltem Gehäuse
Im Jahr 1947 begann die Herstellung der zweiten Altix-I-Version. Die Änderung zum Vorkriegsmodell war die Vernickelung der Gehäuse- und Bedienteile. Eine derartige Entwicklung vollzog sich in zahlreichen Dresdener Kamerafabriken. Nach dem Krieg war es nahezu unmöglich, eine Verchromung von Bauteilen durchzuführen. Es mangelte an Material und geeigneten Werkstätten, eine Vernickelung war einfacher zu erzielen. Die Kameras besaßen wie die späten Vorkriegsmodelle keine Öse für die Abziehschlaufe der Bodenplatte und keine Doppelbelichtungssperre. Aufzugs- und Rückspulknopf waren mit grober Kreuz-Rändelung und zwei umlaufenden Rillen versehen.

Altix I (Nachkriegsversion, 1947) Altix I (Nachkriegsversion, 1947)

Altix I (Nachkriegsversion, 1947)

Altix I (Nachkriegsversion, 1947)

Altix II
Nach Aussagen des ehemaligen Altissa-Chefkonstrukteurs Rudolf Türcke wurden nur wenige Altix-I-Gehäuse etwa 1948 mit dem Compur-Rapid-Verschluss (1/400s, 1/200s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s und B) der Vorkriegs-Altiflex II und mit vergrößertem Verschlussgehäuse ausgerüstet und als Altix II bezeichnet. Als Optik fand meist ein fest eingebautes Steinheil Cassar 2,9/3,5cm Verwendung. Es gibt Varianten mit und ohne Doppelbelichtungssperre.
Bisher wurden diese Kameras von Sammlern meist als Altix I-Version geführt, während frühe Altix III (mit M22,5-Optik) fälschlicherweise als Altix II bezeichnet wurden.

Altix II (Variante ohne Doppelbelichtungssperre) Altix II (Variante mit Doppelbelichtungssperre)

Altix II (Variante ohne Doppelbelichtungssperre)

Altix II (Variante mit Doppelbelichtungssperre)

Altix III, Version mit M22,5-Objektivanschluss und ohne Blitzbuchsen
Ab 1949 wurde in der Altix III ein neues Gehäuse eingesetzt, das Verschlussgehäuse war erstmals beledert. Der Auslöser wanderte jetzt in die Deckkappe des Kameragehäuses und der halbkreisförmige Altix-Schriftzug befand sich auf der Kamerafront oberhalb des Objektivs. Als Verschluss kam ein nicht bezeichneter Zentralverschluss mit Zeiten von 1/150s, 1/100s, 1/50s, 1/25s und B zum Einsatz. Die Kamera besaß einen Objektivanschluss M22,5 und folgende Optiken waren eingebaut: Laack Tegonar 3,5/3,5cm, Ludwig Meritar 2,9/50mm. Erst im Laufe der Produktion dieses Modells wurde der Auslöser mit Innengewinde ausgerüstet (als Drahtauslöseranschluss). Für die unten beschriebenen Mikroskopkameras ALDONAR Kolibri oder Spiegel-Altix fanden durchweg Kameras dieser Altix-III-Version Verwendung.
Die Gesamtbauzeit aller Altix-III-Versionen lief von 1949 bis 1952.

Altix III (Version ohne Blitzbuchsen) Altix-Schriftzug der Altix III (24x24mm)

Altix III
(Version ohne Blitzbuchsen)

Altix-Schriftzug der Altix III (24x24mm)

Altix III, Version mit M22,5-Objektivanschluss und mit 2 nicht genormten Blitzbuchsen
Der Unterschied zur vorigen Version besteht bei dieser Altix III im Vorhandensein von zwei einpoligen (nicht genormten) Blitzbuchsen. Folgende M22,5-Optiken kamen zum Einsatz: ROW Tegonar 3,5/3,5cm, Ludwig Meritar 2,9/50mm, Ludwig Meritar 2,9/35mm (extrem selten).

Altix III mit ROW Tegonar 3,5/3,5cm (Version mit 2 nicht genormten Blitzbuchsen)

Altix III mit ROW Tegonar 3,5/3,5cm
(Version mit 2 nicht genormten Blitzbuchsen)

Altix III mit dem seltenen Ludwig Meritar 2,9/35mm (Version mit 2 nicht genormten Blitzbuchsen) Altix III mit dem seltenen Ludwig Meritar 2,9/35mm (Version mit 2 nicht genormten Blitzbuchsen)

Altix III mit dem seltenen Ludwig Meritar 2,9/35mm (Version mit 2 nicht genormten Blitzbuchsen)

Altix III, Version mit M22,5-Objektivanschluss und mit einer genormten Blitzbuchse, sowie Cludor-Verschluss
In diese Kamera wurden ein Cludor-Verschluss (1/200s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s, B) und eine genormte zweipolige Blitzbuchse eingebaut. Folgende M22,5-Optiken kamen zum Einsatz: ROW Tegonar 3,5/35mm, ROW Tegonar 2,8/35mm (sehr selten), Ludwig Meritar 2,9/50mm.

Altix III (Version mit genormter Blitzbuchse)

Altix III
(Version mit genormter Blitzbuchse)

Altix III, Version mit fest eingebauter Optik, sowie Cludor-Verschluss
Gebaut im Jahr 1952, handelt es sich um die einzige Altix-III-Version mit fest eingebauter Optik (Novonar Anastigmat 3,5/35mm oder Tessar 3,5/37,5mm). Erstmals war auf dieser Kamera ein Gütezeichen (1) und eine zugehörige Betriebsnummer (37/361/4002) in das Rückwandleder eingeprägt. Wie bereits in der Vorversion wurde ein Cludor-Verschluss (1/200s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s, B) eingebaut. Ende 1952 wurde die Filmaufzugsanzeige von mittig nach hinten versetzt und es kamen gegen Produktionsende größere Aufzugs- und Rückspulknöpfe (Durchmesser 24mm) zum Einsatz. Trotz fehlender Nummerierung der Kameras lässt sich durch die fest eingebaute Optik eine Systematik erkennen. So sind beispielsweise die Tessare mit dem Nummernkreis um 3.21X.XXX immer in Gehäusen mit kleinen Aufzugsknöpfen eingebaut, während der Nummernkreis 3.90X.XXX in Kameras mit den größeren 24mm-Knöpfen auftritt.
Üblicherweise wurde die Altix III-Reihe noch nicht mit einem Zubehörschuh ausgestattet. Es existieren jedoch Kameras mit offenbar werksseitig eingebautem Zubehörschuh. Die hoch professionelle Ausführung und das Auftauchen von derartigen Kameras in Altissa-Firmendruckschriften stützen diese These.
Das quadratische 24x24mm-Format wurde in dieser Altix-Kamera letztmalig verwendet.

Altix III (Version mit Festoptik, hier mit Novonar und 20mm-Aufzugsknöpfen) Altix III (Version mit Festoptik, hier mit Tessar und 24mm-Aufzugsknöpfen)

Altix III
(Version mit Festoptik, hier mit Novonar und 20mm-Aufzugsknöpfen)

Altix III
(Version mit Festoptik, hier mit Tessar und 24mm-Aufzugsknöpfen)

Altix III (Version mit Festoptik; mit offenbar werksseitig montiertem Zubehörschuh) Altix III  (Version mit Festoptik; mit offenbar werksseitig montiertem Zubehörschuh)

Altix III
(Version mit Festoptik; mit offenbar werksseitig montiertem Zubehörschuh)

Altix III
(Version mit Festoptik; mit offenbar werksseitig montiertem Zubehörschuh)

Altix IIIA
Bereits zwischen 1951 und 1952 wurde die Altix IIIA gefertigt. Es war die erste Altix-Kamera für das Aufnahmeformat 24x36mm. Der waagerechte Altix-Schriftzug befand sich auf der Oberseite des Verschlussgehäuses. Die Objektivausstattung beschränkte sich auf ein Ludwig Meritar 2,9/50 mit M29,5-Schraubanschluss, sehr selten wurde dagegen das Meyer Primotar 2,7/50 eingebaut. Es fanden ein nicht bezeichneter Zentralverschluss mit den Zeiten 1/100s, 1/50s, 1/25s und B, sowie zwei einpolige nicht genormte Synchrobuchsen Verwendung.

Altix IIIA mit E. Ludwig Meritar 2,9/50 Altix IIIA mit Meyer Primotar 2,7/50

Altix IIIA mit E. Ludwig Meritar 2,9/50

Altix IIIA mit Meyer Primotar 2,7/50

das seltene Meyer Primotar 2,7/50 an einer Altix IIIA das seltene Meyer Primotar 2,7/50 an einer Altix IIIA

zwei Abbildungen des seltenen Meyer Primotar 2,7/50 an einer Altix IIIA

Altix IV, Version mit Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben
Während der Produktionszeit dieser Altix IV (1952-1956) begann die Kameranummerierung im VEB Altissa-Camera-Werk (ca. 1954). Die höchste Seriennummer liegt etwa bei 92000. Gekennzeichnet wird die Version durch einen rechteckigen Altix-Schriftzug auf der Oberseite des Verschlussgehäuses in Druckbuchstaben und eine fest eingebaute Optik (Carl Zeiss Jena Tessar 3,5/50 oder Meyer Trioplan 2,9/50) sowie einen Cludor- (1/200s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s, B) oder Vebur-Verschluss (1/250s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s, B). Im Gegensatz zur Altix III, bei der nur in wenigen Fällen ein Zubehörschuh eingebaut wurde, gehört dieser ab der Altix IV zur Grundausstattung. Bis 1953 wurde eine aufgesetzte genormte Blitzbuchse verbaut, ab 1954 kam eine eingesenkte Blitzbuchse zum Einsatz. Der bisherige Schieber zur Arretierung der Bodenplatte wurde 1955 durch einen Drehverschluss ersetzt. Das Rückwandleder war mit einem eingeprägten Gütezeichen 1 und einer zugehörigen Betriebsnummer 37/361/4002 versehen.

Altix IV (Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben)

Altix IV (Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben)

Altix IV, Version mit Altix-Schriftzug in Schreibschrift
Im Unterschied zur bisherigen Version war der Altix-Schriftzug jetzt in Schreibschrift ausgeführt worden und entweder ein Meyer Trioplan 2,9/50 bzw. ein Carl Zeiss Jena Tessar 2,8/50 als Festoptik sowie ein Vebur-Verschluss (1/250s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s, B) eingebaut worden. Die Herstellungszeit dieser Kamera lag zwischen 1956 und 1960 im Seriennummernbereich von etwa 92000-265000. Das bis 1956 verwendete runde Sucherokular wurde durch ein rechteckiges Okular abgelöst. Die in die Rückwandbelederung eingeprägte Betriebsnummer wechselte auf 12/2036, das Gütezeichen blieb 1.

Altix IV (Altix-Schriftzug in Schreibschrift)

Altix IV (Altix-Schriftzug in Schreibschrift)

Classic 35, Exportversion mit Classic-35-Schriftzug und aufgesetzter Blitzbuchse
Zwischen 1954 und 1955 wurde die USA Export-Version der Altix IV als Classic 35 bezeichnet. Der Classic-35-Schriftzug in Druckbuchstaben befand sich wie bei der Standard-Altix-IV auf der Oberseite des Verschlussgehäuses. Die Exportmodelle waren mit Vebur-Verschluss (1/250s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s, B) und Meyer Trioplan 2,9/50 ausgerüstet. In dieser Version wurde eine aufgesetzte Blitzbuchse verwendet. Während bei der Altix IV die aufgesetzte Blitzbuchse bereits 1953/54 durch eine eingesenkte ersetzt wurde, geschah dies bei der Classic 35 offenbar erst im Jahr 1955.

Altix IV (Version Classic 35) Altix IV (Version Classic 35)

Altix IV (Version Classic 35)

Altix IV (Version Classic 35)

Classic 35, Exportversion mit Classic-35-Schriftzug und eingesenkter Blitzbuchse
Im Unterschied zur ersten Classic-35-Version wurde etwa ab der Seriennummer 70000 eine eingesenkte Blitzbuchse verwendet. Es erfolgte keine Änderung des Schriftzuges.

Altix V, Version mit Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben
Die Einführung des Altix-Steckbajonetts (Auflagemaß 42,5mm) war die entscheidende Neuerung in der 1954 vorgestellten Altix V. Das Bajonett ist funktionell ähnlich dem der Pentina, Praktina bzw. der Praktisix/Pentacon six, jedoch anders dimensioniert. Später nutzte auch die Schmalfilmkamera Pentaflex 8 dasselbe Bajonett. Hochwertige Wechseloptiken von 30-90mm waren für diesen Anschluss vorhanden: Carl Zeiss Jena Tessar 2,8/50; Meyer Trioplan 2,9/50; Meyer Lydith 3,5/30; Meyer Primagon 4,5/35; Meyer Telefogar 3,5/90. Das Ludwig Meritar 2,9/50 wurde nur zu Beginn der Produktion angeboten. Der Tempor-Zentralverschluss erlaubte Belichtungszeiten von 1/250s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s, und B. 1955 löste ein Drehverschluss den bisherigen Schieber zur Verriegelung der Bodenplatte ab. Der Seriennummernbereich dieser Altix-V-Version (1954-1956) reicht bis etwa 92000, von Beginn an wurde eine eingesenkte Blitzbuchse verbaut. Kennzeichnend für die Version ist, ähnlich der ersten Altix-IV-Version, der waagerechte Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben auf der Oberseite des Verschlussgehäuses. Das Rückwandleder war nur zu Beginn mit dem eingeprägten Gütezeichen 1 und nach kurzer Zeit mit S (Spitzenqualität, Vorläufer des Gütezeichen Q) und der zugehörigen Betriebsnummer 37/361/4002 versehen.

Altix V (Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben) Altix V (Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben)

Altix V (Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben)

Altix V (Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben)

Altix-Steckbajonett Altix V (Funktionsmodell)

Altix-Steckbajonett

Altix V (Funktionsmodell)

Altix-5-Ausrüstung mit Meyer Trioplan 2,9/50; Meyer Lydith 3,5/30; Meyer Telefogar 3,5/90 und Aufstecksucher Altix-Aufstecksucher mit Parallaxenausgleich

Altix-5-Ausrüstung mit Meyer Trioplan 2,9/50; Meyer Lydith 3,5/30; Meyer Telefogar 3,5/90 und Aufstecksucher

Altix-Aufstecksucher mit Parallaxenausgleich

Altix V (#91209) Betriebskamera des VEB Kamera- und Kinowerke Dresden

Altix 5 (#91209) mit Gravur “Eigentum VEB KKWD Nr. 46474”. Diese Altix war offensichtlich eine Betriebskamera des VEB Kamera- und Kinowerke Dresden. Da die Kamera aber 1956 hergestellt wurde und die KKWD erst 1959 entstanden, kann es sich um eine Altissa-Betriebskamera handeln, die 1959 mit in das Eigentum der Kamera- und Kinowerke einging.

Altix V, Version mit Altix-Schriftzug in Schreibschrift
Im Jahr 1956 erfolgte der Wechsel auf die nächste Version. Der Altix-Schriftzug war jetzt in Schreibschrift ausgeführt, das bisherige runde Sucherokular wurde im Laufe des Jahres 1956 durch ein eckiges ersetzt. Das Gütezeichen blieb S und die Betriebsnummer wechselte auf 12/2036. Etwa ab Seriennummer Nr. 128000 erhielt der Aufzugsknopf eine eingesetzte Filmmerkscheibe, der Auslöser des Vorlaufwerkes, bis Mitte 1957 verchromt mit rotem Punkt, bestand ab Ende 1957 aus rotem Kunststoff, ab 1958 aus grauem Kunststoff. Im Jahr 1958 (Seriennummer ca. 220000) wurde schließlich eine geometrisch gestufte Zeitenreihe eingeführt. Bis 1960 wurde diese Kamera gefertigt, der Seriennummernbereich liegt etwa bei 92000-240000. Kameras dieser Version wurden in geringen Stückzahlen zwischen 1957 und 1958 auch farbig beledert. Es gab rote, beige, braune, grüne und blaue Varianten.

Altix V (Altix-Schriftzug in Schreibschrift) Altix V (Altix-Schriftzug in Schreibschrift)

Altix V (Altix-Schriftzug in Schreibschrift)

Altix V (Altix-Schriftzug in Schreibschrift)

Altix V (farbige Varianten, hier: rot, beige, grün) Altix V (farbige Varianten, hier: blau, rot, braun)

Altix V (farbige Varianten, hier: rot, beige, grün)

Altix V (farbige Varianten, hier: blau, rot, braun)

Altix V, Exportversion mit Prontor SVS-Verschluss und Synchrofenster oberhalb des Objektivs, sowie Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben
Eine Exportvariante der Altix V, die etwa 1954 bis 1956 gebaut wurde, war mit einem Prontor-SVS-Verschluss (1/300s, 1/100s, 1/50s, 1/25s, 1/10s, 1/5s, 1/2s, 1s, B) ausgestattet. Durch ein mittig auf der Oberseite des Verschlussgehäuses vorhandenes Fenster konnte die Blitzsynchronisationseinstellung (X, M, V) abgelesen werden. Der waagerechte Altix-Schriftzug in Druckbuchstaben war deshalb nach links versetzt angebracht. In die Belederung der Kamerarückwand wurden das Gütezeichen S (Spitzenqualität, Vorläufer des Gütezeichen Q) und die Betriebsnummer 12/2036 eingeprägt. Die Seriennummern bewegten sich im Bereich der Nummern der Altix V mit Druckbuchstaben, zum Teil wurden auch keine Nummern eingraviert.

Altix V, Exportversion mit Prontor SVS-Verschluss und Synchrofenster oberhalb des Objektivs, sowie Altix-Schriftzug in Schreibschrift
Von 1956 bis 1958 lief die Produktion der zweiten Exportvariante. Hier wurde lediglich der Schriftzug in Schreibschrift ausgeführt. Der Nummernbereich liegt innerhalb der Seriennummern der „normalen“ Altix V mit Schreibschrift.

Altix V Export (Altix in Schreibschrift) Altix V Export (Altix in Schreibschrift)

Altix V Export (Altix in Schreibschrift)

Altix V Export (Altix in Schreibschrift)

Altix n, Version mit „altix n“-Gravur auf der Gehäuseoberseite
Die neue Altix n (1958) wurde neben einem neuen Gehäuse mit abnehmbarer Rückwand auch mit einen Schnellspannhebel ausgestattet. Das bisherige Steckbajonett und die Objektivausstattung wurden beibehalten. Der Tempor-Verschluss wies kurz nach Produktionsbeginn durchgängig eine geometrisch gestufte Zeitenreihe auf (1/250s, 1/125s, 1/60s, 1/30s, 1/15s, 1/8s, 1/4s, 1/2s, 1s und B), nur sehr frühe Kameras sind mit alter Zeitenreihe ausgestattet. Der neuartige Altix-Schriftzug war auf der Gehäuseoberseite eingraviert. Frühe Kameras dieser Version besitzen ein rundes Sucherokular, das später durch einen eckigen Suchereinblick ersetzt wurde. Die Seriennummern wurden für die Baureihen n und nb neu begonnen. Die Gesamtbauzeit der Altix n lief von 1958 bis 1960.

Altix n (Gravur auf Gehäuseoberseite)

Altix n (Gravur auf Gehäuseoberseite)

Altix n, Version mit „altix n“-Gravur auf der Gehäusefront
Der Unterschied zur vorigen Version besteht in der frontseitigen Altix-n-Gravur.

Altix n (Gravur auf Gehäusefront) Altix n (Gravur auf Gehäusefront)

Altix n (Gravur auf Gehäusefront)

Altix n (Gravur auf Gehäusefront)

Altix n, Version mit „altix n“-Aufdruck auf der Gehäusefront
Ein gedruckter Schriftzug ersetzte die bisherige Altix-Gravur auf der Gehäusefront. Der Sucher erhält außerdem einen durch ein Fenster in der Gehäusekappe eingespiegelten Leuchtrahmen. Im Jahr 1960 wurde die Fertigung aller noch im VEB Kamera- und Kinowerke Dresden produzierten Altix-Baureihen eingestellt.

Altix n (Aufdruck auf Gehäusefront) Altix-n-Ausrüstung mit Jena Tessar 2,8/50; Meyer Lydith 3,5/30; Meyer Telefogar 3,5/90 und Aufsteck-Entfernungsmesser

Altix n (Aufdruck auf Gehäusefront)

Altix-n-Ausrüstung mit Jena Tessar 2,8/50; Meyer Lydith 3,5/30; Meyer Telefogar 3,5/90 und Aufsteck-Entfernungsmesser

Altix nb, Version mit aufgesetztem Belichtungsmesser
Die Altix nb (ab 1958) entspricht, abgesehen vom zusätzlich vorhandenen Nachführ-Belichtungsmesser, der Altix n. In der ersten Version war dieser Belichtungsmesser auf der Gehäusedeckkappe aufgesetzt. Zu Beginn der Produktion war ein rundes Sucherokular vorhanden, das schnell durch ein eckiges Okular ersetzt wurde.

Altix nb (mit aufgesetztem Belichtungsmesser) Altix nb (mit aufgesetztem Belichtungsmesser)

Altix nb (mit aufgesetztem Belichtungsmesser)

Altix nb (mit aufgesetztem Belichtungsmesser)

Altix nb, Version mit integriertem Belichtungsmesser
In der zweiten nb-Version war der Belichtungsmesser in die Gehäusedeckkappe integriert worden. Ein Leuchtrahmensucher war vorhanden. 1960 wurde die Herstellung auch dieser Baureihe beendet.

Altix nb (mit in die Deckkappe integriertem Belichtungsmesser)

Altix nb (mit in die Deckkappe integriertem Belichtungsmesser)

ALDO-Feingeräte-Bau GmbH

ALDO-Logo (1946 bis 1951)

2. Die ALDO-Feingeräte-Bau GmbH
und die ALDO-Mikroskopkamera ALDONAR Kolibri oder Spiegel-Altix

Bereits im Mai 1946 eröffneten Berthold Altmann und Fritz v. Dosky am Nachkriegsstandort des Altissa-Camera-Werkes auf der Blasewitzer Str. 17 ein zweites Unternehmen, die ALDO-Feingeräte-Bau GmbH (ALDO = Altmann & Dosky). Zum Fertigungsprogramm gehörten ALDO-Mikroskope und ALDO-Mikroskopkameras. Hier entstand 1949 in Kooperation mit Altissa auch die Mikroskopkamera ALDONAR Kolibri, manchmal auch Spiegel-Altix genannt. Es handelte sich um eine Altix III der ersten Version, ohne optischen Sucher, aber mit vorgesetzter Spiegelreflexeinrichtung und Beobachtungstubus zum Betrachten und Einstellen des mikroskopischen Bildes. Der Reflexspiegel wurde mittels Drahtauslöser aus dem Strahlengang geschwenkt, damit wurde der Verschluss ausgelöst und der Spiegel klappte anschließend wieder in die Ausgangslage zurück. Der kameraseitige Auslöser war nicht mehr an der Verschlussauslösung beteiligt, er diente lediglich zur Freigabe des folgenden Filmtransportes. Die Bedienung der Kamera ist damit etwas ungewöhnlich.

Hier einmal die Bedienschritte:

  1. Kameraauslöser betätigen
  2. Filmtransportknopf bis zum Anschlag drehen, Zählwerk zählt eine Aufnahme
  3. Spiegelreflexsystem gekoppelt mit Verschlussauslösung über Drahtauslöser betätigen
  4. Mehrfachbelichtungen waren möglich, daher entweder erneute Betätigung des Drahtauslösers oder wieder Schritt 1-3.

Zu den technischen Daten:

  • Kamera Altix III (Version ohne Blitzbuchsen), 50 Bilder auf 35-mm-Kleinbildfilm, Aufnahmeformat 24x24mm
  • Zentralverschluss mit Belichtungszeiten von 1/25s, 1/50s, 1/100s und B
  • Spiegelreflexsystem mit Rückschwingspiegel, gekoppelt mit der Verschlussauslösung über Drahtauslöser
  • Bauzeit 1949
  • Stückzahl etwa 20 Kameras (unten abgebildete Kameras mit Nummer 19 und Nummer 10 im Spiegelreflexgehäuse)
  • unterschiedliche Mikroskopanschlüsse: zum einen gibt es einen federnd gelagerten Standardanschluss, mit dem die Kamera mittels eines ALDO-Stativs, flexibel am Mikroskopokular angeschlossen werden konnte. Zum anderen existieren Kameras mit verschiedenen, vermutlich von ALDO nach Kundenwunsch zugekauften Mikroskop-Anschlüssen anderer Hersteller (z. B. das Ihagee-Mikrozwischenstück in der ersten Ausführung) 

Es entstanden nach Aussagen des ehemaligen Altissa-Chefkonstrukteurs Rudolf Türcke nur etwa 20 Kameras. Diese dürften damit sowohl zu den seltensten Dresdner Nachkriegskameras gehören, als auch die gesuchtesten Altix-Modelle überhaupt sein. Trotz der geringen Produktionszahl existieren aber, wie auch bei der Serienkamera Altix III (Version ohne Blitzbuchsen), Varianten ohne und mit Innengewinde im Auslöseknopf.
Die ALDO-Feingeräte-Bau GmbH ging 1951 in die Rathenower Optischen Werke ROW ein.

Mikroskopkamera ALDONAR Kolibri oder Spiegel-Altix mit der Seriennummer 19
Mikroskopkamera ALDONAR Kolibri oder Spiegel-Altix mit der Seriennummer 19

Mikroskopkamera ALDONAR Kolibri oder Spiegel-Altix mit der Seriennummer 19

federnd gelagerter Standardanschluss zur flexiblen Montage der Kamera am Mikroskopokular mittels ALDO-Stativ Klemmanschluss zur festen Montage der Kamera am Mikroskoptubus ohne ALDO-Stativ

federnd gelagerter Standardanschluss zur flexiblen Montage der Kamera am Mikroskopokular mittels ALDO-Stativ

Klemmanschluss zur festen Montage der Kamera am Mikroskoptubus ohne ALDO-Stativ

Aldonar Kolibri oder Spiegel-Altix bestehend aus Spiegelreflexeinrichtung und Altix-III-Kamera

Aldonar Kolibri oder Spiegel-Altix bestehend aus Spiegelreflexeinrichtung und Altix-III-Kamera

Aldonar Kolibri am ALDO-Stativ

Aldonar Kolibri mit federnd gelagertem Standardanschluss zur flexiblen Montage der Kamera am Mikroskopokular mittels abgebildetem ALDO-Stativs

Aldonar Kolibri am ALDO-Labormikroskop

Aldonar Kolibri mit Klemmanschluss (Ser.-Nr. 10) zur festen Montage der Kamera am Mikroskoptubus ohne ALDO-Stativ, hier angeschlossen an ein ALDO-Labormikroskop

PhotoDeal - Magazin für Photographica und Fotogeschichte

Hier noch eine persönliche, aber natürlich rein subjektive Empfehlung von Sammler zu Sammler, für das aus meiner Sicht beste deutschsprachige Magazin für Photographica und Fotogeschichte, die PhotoDeal.

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